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Abwasserbeseitigung

Bei der Abwasserbeseitigung unterscheidet man zwischen Mischverfahren und Trennverfahren. Beim Mischverfahren sind große Rohrquerschnitte und große Kläranlagen notwendig. Beim Trennverfahren erhält jede Straße zwei Kanalleitungen. Nur das Schmutzwasser wird in die vergleichsweise kleiner zu bemessende Kläranlage befördert.

Wenn keine Ortskanalleitungen vorhanden sind, werden die Abwässer in Kleinkläranlagen oder dichte Senkgruben eingeleitet. Senkgruben müssen absolut dicht sein und haben den Nachteil, dass die Anschaffungskosten sehr hoch sind, dauernd weitere Kosten durch die Entleerung mittels Pumpfahrzeugen anfallen und wenn eine Ortskanalisation gebaut wird, dann an diese angeschlossen werden muss.

 

Regenwässer
Für Regenabwässer werden in der Regel eigene Sickergruben angeordnet, deren Dimension von der Aufnahmefähigkeit des Bodens für Sickerwasser abhängig ist. Die Dachwässer müssen im Regelfall auf eigenem Grund und Boden versickern.

Material
Voraussetzungen für ein gutes Material sind absolute Dichtheit gegen Innen- und Außendruck, glatte Innenoberfläche und eine Beständigkeit gegen aggressive Abwässer. Kanalrohre müssen eine große Festigkeit gegen Druck und mechanische Beanspruchungen aufweisen. Die Materialien für Kanalrohre sind Steinzeug-, Beton- oder Kunststoff. Kanalrohre aus Beton werden bei mittleren und großen Dimensionen eingesetzt. Ihre Abdichtung erfolgt mittels Rollringen. Rohrleitungen, die einem höheren Druck standhalten müssen, werden aus Stahl hergestellt. Bei Kanalrohren geringerer Dimension werden Steinzeugrohre und Kunststoffrohre verwendet. Kunststoffrohre werden in sehr großen Längen erzeugt und sind auch sehr leicht. Dadurch geht der Einbau rascher vor sich, die Anzahl der Muffenverbindungen wird verringert. Das Eindringen von Erdreich, Schmutz und anderen unerwünschten Stoffen in die Kanalleitungen ist zu vermeiden. Bei den Einläufen sollten Fangkörbe und Geruchsverschlüsse vorgesehen werden.

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Helmut Melzer

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