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Das Aktivhaus liegt im Energieverbrauch beim 3-Liter Haus

Tiroler Holzhaus

Ein Aktivhaus zeichnet sich, nach Auffassung Arbeitsgruppe Ökologischer Holzbau e.V. (AKÖH e.V.) durch die folgenden Eigenschaften aus:

  • Es ist immer aus Holz gebaut.
  • Es weist immer einen überdurchschnittlichen baulichen Wärmeschutz und eine sehr gute Winddichtheit / Luftdichtigkeit.
  • Es verfügt über eine komfortable, mechanische Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, genauso wie ein Passivhaus.
  • Es verfügt über einen Holzofen mit zusätzlicher Warmwasserbereitung im Verhältnis 80 (Warmwasser) zu 20 (Heizung).
  • Es verfügt über eine solare Warmwasser-Versorgung mit Heizungsunterstützung.


Was unterscheidet das Aktivhaus vom Passivhaus?

  1. Als Passivhaus gilt nur, was unter 15 kWh/qm/a Heizwärmebedarf liegt. Das geht einigermaßen seriös, selbst bei absoluter Südorientierung im Einfamilienhaus, erst ab 170 qm beheizte Wohn-/ Nutzflächen. Ein Passivhaus liegt damit bei einem minimalen Bedarf von 2550 kWh Heizwärme/a.
  2. Das Aktivhaus liegt mit seinem Heizwärmebedarf/qm rechnerisch beim Passivhaus, pro Haus (oder pro Kopf der Bewohner) unter Umständen niedriger.
  3. Der Herstellungsenergie-Aufwand ist immer geringer als beim Passivhaus - beim Warmwasser und Elektrobedarf gibt es keinen Unterschied zum Passivhaus.
  4. Das Aktivhaus hat einen solaren Ursprung (erst die Fotosynthese lässt aus CO2 Bäume wachsen, aus denen die Konstruktions-, Dämm- und Werkstoffe entstehen, aus denen ein Aktivhaus gebaut wird.)
  5. Das Aktivhaus verfügt weiters über eine solare Haustechnik-Ausstattung sowie eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. 
  6. Geringere Flächenbelastung durch kompakte Form und intelligente Grundrisse.
  7. Fast CO 2-neutrale Herstellung von Grundkonstruktion, Dämmung, Fassaden, Fenstern und Fußböden.
  8. Ausgesuchte Innenraum-Materialien ohne Belastungen für die Bewohner.
  9. Unproblematischer Rückbau nach der Nutzungsphase


Ein AKTIVHAUS-Konzept kann mit den meisten Baustilen und in jeder Bauweise (Massiv-, Teilmassiv- oder in Leichtbauweise) umgesetzt werden. Von großer Bedeutung sind Standort- und Raumkonzeptqualität, thermische Bauökologie, stoffwirtschaftliche Bauökologie, baubiologische Qualität.

Energieaufwand im Aktivhaus
Zum Heizen und zur Warmwasserbereitung werden rein regenerative Energien eingesetzt. Neben der Optimierung der Solarnutzung wird die Heizanlage z.B. mit Holzpellets betrieben. In der Wohnungslüftung ist immer eine Wärmerückgewinnung eingebaut.

Durch eine verbesserte Wärmedämmung und den Einsatz qualitativ hochwertiger Holzfenster mit überdämmten Rahmen ist der Heizenergie-Verbrauch sehr niedrig. Er liegt bei nur rund 30 kWh (entsprechend 3 Liter Heizöl oder 6 kg Pellets) pro qm Wohnfläche im Jahr.

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Helmut Melzer
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