Wird „billige“ Atomenergie wieder ein Thema?
Zum Zeitpunkt des Hausbaues sei das notwenige Geld nicht vorhanden. Man schaue, dass man möglichst rasch und günstig fertig stellt, es fehle das nötige Kleingeld für dicke Dämmung, Wärmeschutzverglasung, Wohnraumlüftung usw. … so Dr. Kreutzer, vom Marktforschungsinstitut Kreutzer, Fischer & Partner. Fazit: Das Energiesparen wird auf billige Energie reduziert.
Wird falsch argumentiert?
Was können Baustoffindustrie, Baustoffhandel, Bauwirtschaft und Medien tun, um das schlummernde Potential auszuschöpfen? Es zeigt sich, dass die Argumentation über die Energiepreise zu oberflächlich ist. Es sollte vielmehr der Ego- oder Sozialnutzen (z.B. Behaglichkeit) angesprochen werden oder Wertargumente (auf lange Sicht günstiger, Wert des Hauses steigt, usw.). Darüber hinaus hat der Österreicher ein ganz einfaches Mittel, um die Energiekosten in den Griff zu bekommen: Weniger heizen … das wird oft als (einziges) Patentrezept genannt.
Wo fällt die Kaufentscheidung?
Bei den Informationsquellen stehen Freunde, Messen, Baustoffhändler, Professionisten jeglicher Art als kompetente Informationsmittel ganz vorne. Mit 66% Zustimmung liegt das Internet vor Infoquellen wie Print und Handwerker und gleichauf mit den Freunden. So umfangreich sich Häuslbauer und Renovierer auch informieren, auf die Kaufentscheidung selbst hat dies nur wenig Einfluss. Da schrumpft die Bedeutung der Freunde oder der Eltern und auch der Baustoffhandel muss sich mit einer Statistenrolle zufrieden geben. Die Entscheidung ob Dämmung statt Urlaub, Wärmepumpe statt neues Auto oder Lüftungsanlage statt Zweiturlaub wird im Einklang mit dem Lebenspartner getroffen. Wurde dieser in der Verkaufsberatung nicht ebenso überzeugt, dann verpuffen die besten Argumente.