Handwerkerbonus darf kein Rohrkrepierer werden!

Starke Kritik an der bisherigen Regierungsarbeit übt die Bundesinnung Bau. Sie fordert die rasche Einführung des Handwerkerbonus. Die bisherige Arbeit der zuständigen Behörden seien "enttäuschend".

Hans-Werner Frömmel © Hans-Werner Frömmel

Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel.

Die Bundesinnung Bau fordert von der Regierung, endlich Schwung in Sachen Handwerkerbonus zu bringen, denn wurde im Dezember 2013 diese Maßnahme noch ausdrücklich vorgesehen, stelle sich das Finanzministerium nun quer, so die Vertreter der Bundesinnung.

Ängste unbegründet

Dabei seien die Ängste des Finanzministeriums bezüglich Abgabenausfälle und Mitnahmeeffekte völlig unbegründet, das bestätigt auch der Linzer Schattenwirtschaftsexperte Prof. Friedrich Schneider, so die Interessensvertretung. Ihm zu Folge stehen 300 Millionen Euro an Steuerausfall durch die geforderte Absetzbarkeit von Handwerksarbeiten, 400 bis 500 Millionen Euro zusätzlichen Steuereinnahmen gegenüber. Schneider geht davon aus, dass der Handwerkerbonus die Schattenwirtschaft in Österreich um etwa zehn Prozent reduzieren würde. Damit können in der Bauwirtschaft 5.000 Arbeitsplätze gesichert werden, so die Berechnungen des Experten.

"Es ist enttäuschend"

In Deutschland zum Beispiel, wurde der Handwerkerbonus vor acht Jahren eingeführt. Hier können bei Handwerkerleistungen 20% der Arbeitskosten, bis maximal 6.000 Euro, abgesetzt werden. Dass es in Österreich diese oder ähnliche Regelungen nicht gibt, ärgert Bundesinnungmeister Hans-Werner Frömmel: „Es ist enttäuschend, dass man laufend in Konjunkturpaketen und Regierungsübereinkommen Maßnahmen zur Konjunkturbelebung und für leistbares Wohnen ankündigt, wir uns dafür bedanken, diese jedoch dann mit jahrelanger Verzögerung oder gar nicht umgesetzt werden."

Darf kein "Rohrkrepierer werden"

Frömmel weiter: „Angesichts der Rekordarbeitslosigkeit am Bau und der schwächelnden Konjunktur ist es höchste Zeit, endlich wirksame Maßnahmen zu ergreifen. Die Regierung muss jetzt zeigen, dass sie im Stande ist, Taten zu setzen. Das ambitionierte Arbeitsprogramm darf nicht zur Makulatur verkommen und der angekündigte Konjunkturturbo kein Rohrkrepierer werden!“

 


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Datum: 27.01.2014

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