Klimathema könnte Pfusch fördern

Das offizielle Bauen hat die Grenzen der Leistbarkeit für die meisten privaten Bauherren schon jetzt überschritten. Die dominierende Schwarzarbeit im privaten Bau wird sich verstärken.

Die zunehmende Bedeutung des Klimaschutzes auch im Wohnbau hat einen noch nicht beachteten (unerwünschten) Nebeneffekt: Die dominierende Schwarzarbeit im privaten Bau werde sich verstärken, befürchtet KommR Ing. Hans-Werner Frömmel, Bundesinnungsmeister Bau. Die immer stärker vorgeschriebenen Energiesparmaßnahmen könnten dazu beitragen. "Fakt ist: das offizielle Bauen hat die Grenzen der Leistbarkeit für die meisten privaten Bauherren schon jetzt überschritten. Ein weiterer Kostenschub bis zu 20 Prozent - durch höherwertige Bauweisen für verbesserten Klimaschutz - ist zusätzliches Wasser auf die Mühlen der Pfuscher und Schwindelfirmen.

"Schon jetzt wollen 70% aller, die in den nächsten drei Jahren einen Neubau oder Umbau planen, dies ganz in Eigenregie machen oder zumindest teilweise mit "Nachbarschaftshilfe". Nur der verbleibende Rest aller künftigen Häusl(um)bauer will für den Gesamtbau ein gewerbliches Bauunternehmen einsetzen, so das Ergebnis einer repräsentativen Studie des Gallup-Instituts.

Weitverbreitete Vorbehalte

Die Begründung: es ist einfach deutlich billiger. Die meisten Häuslbauer planen so, dass es gerade noch leistbar ist. Ein Drittel der Befragten legt sogar noch eins drauf und gibt an, selbst dann nicht auf einen gewerblichen Bauträger umsteigen zu wollen, wenn es dafür spürbar höhere Förderungen gäbe. Das Einsparpotenzial durch Eigenleistung und "Nachbarschaftshilfe" wird als viel zu groß angesehen; bei Förderungen gebe es überdies den weit verbreiteten Vorbehalt, dass diese an nicht annehmbare Bedingungen geknüpft würden in puncto Gestaltung des Hauses: Größe, Heizsysteme, usw. (Quelle: Medianet)

 

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Datum: 20.04.2010

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