Baustellenbesprechung - Sachlage und Ausführungsdetails

Die Baubesprechung dient der Abstimmung sämtlicher Beteiligter an den Bauarbeiten. Zu regelmäßigen Terminen treffen unter anderen Planer, die örtliche Bauaufsicht und die rechtsverbindlichen Vertreter der beauftragten Firmen zusammen.

Zu regelmäßigen, vorab vereinbarten, Terminen (üblicherweise einmal wöchentlich) treffen sich die Planer (Architekt immer, Statiker und Haustechnikplaner bei Bedarf), die örtliche Bauaufsicht, die rechtsverbindlichen Vertreter der beauftragten Firmen und sonstige ev. Betroffene (z.B. auch Nachbarn etc.) auf der Baustelle um die Baubesprechung abzuhalten.

Die Anwesenheit des Bauherren ist manchmal durchaus sinnvoll. Agieren sollte der Bauherr jedoch ausschließlich in Abstimmung mit seinen Vertretern.

Feinabstimmung

Die Baustellenbesprechung dient auch dazu, die Arbeiten sämtlicher am Bau Beteiligter aufeinander abzustimmen und letzte Ausführungsdetails bzw. auftretende Probleme gemeinsam zu lösen. Üblicherweise erfolgt zunächst ein (kontrollierender) Baustellenrundgang, anschließend setzt man sich zusammen, bespricht und vereinbart.

Bestandsbericht

Die besprochenen Punkte werden in einem Protokoll festgehalten, welches möglichst kurzfristig an alle am Bau Beteiligten (an Teilnehmer und alle nicht Anwesenden zur nachweislichen Information über die besprochenen Punkte etc.) verteilt wird.

Das Protokoll wird üblicherweise von der örtlichen Bauaufsicht des Bauherren geführt. Es kann aber auch mit jeder anderen (möglichst neutralen) Stelle die Protokollführung vereinbart werden.

Besprechungspunkte

Zum Beispiel können folgende Themenkreise (je nach Baufortschritt und Baustellenstruktur unterschiedlich, mehrere oder weniger) besprochen werden:

  • Einwendungen und Ergänzungen zum letzten Baubesprechungsprotokoll
  • Kommunal und Kausalhaftung
  • Aufschließung des Baugeländes
  • Behörden
  • Baustelleneinrichtung
  • Planung und Freigabestand
  • Termine
  • Sonstige Bauausführung
  • Nächste Baustellenbesprechung

An der Stimmung die bei Baustellenbesprechungen herrscht, erkennt man sofort, ob die Baustelle gut läuft oder nicht. Es ist wichtig, dass auch bei auftretenden Problemen alle Beteiligten konstruktiv zusammenarbeiten um sich nicht noch mehr Sorgen aufzuhalsen. Bei gut verlaufenden Baubesprechungen werden Kompromisse gefunden, es wird darauf geachtet, dass keiner der Beteiligten sein Gesicht verliert.


AutorIn:

Datum: 18.09.2013

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Bauaufsicht

Jeder Auftragnehmer sollte dazu verpflichtet werden seinen Arbeitsbereicht zu reinigen. Davon unabhängig ist eine Reinigung der Baustelle erforderlich. Dies wird üblicherweise durch die Baufirma oder eine Reinigungsfirma, durchgeführt.

Die Bauqualität ist neben den Baukosten und den Bauterminen der wichtigste Aspekt für den Bauherrn. Es ist daher wichtig von Beginn an ein Argusauge auf alle Bauaktivitäten zu werfen, um Baumängel schon im Anfangsstadium zu erkennen.

Es gibt viele Fehler, die Bauherrn machen. Meist will man ja besonders günstig bauen und spart oft an falscher Stelle. Ein Beispiel: Anscheinende Mehrkosten durch eine professionelle Bauaufsicht, können sich unterm Strich 100%ig bezahlt machen.

Mit dem Ansteigen der Qualitätsanforderungen an Gebäude (geringerer Energieverbrauch, anspruchsvolle Architektur und neue Baustoffe) steigt auch die Anforderung an die Ausführungsqualität. Ob Ihr Bau alles hält was er verspricht, können Sie leicht feststellen.

Zur Vorbereitung des Bauprojekts hat der Bauherr gem. Bauarbeitenkoordinationsgesetz (BauKG) dafür zu sorgen, dass die allgemeinen Grundsätze der Gefahrenverhütung bei Entwurf, Ausführungsplanung und Vorbereitung des Bauprojekts berücksichtigt werden.

Keine Baustelle ohne Bauleiter. Sein Betätigungsfeld umfasst sämtliche Bereiche, die zu einem funktionierenden Bauprojekt gehören. Doch was genau sind die Bauleiter-Aufgaben?