Die Baustelle einrichten

Ohne Baustelle kein Bau. Und damit alle beteiligten Akteure und Gewerke einen reibungslosen Ablauf ihrer Arbeiten gewährleisten können, muss die Baustelle sicher und vollständig eingerichtet sein. Hier die wichtigsten Fakten dazu.

Ein gelingendes Hausbauprojekt beginnt bereits bei der Baustelle. Und damit diese Baustelle funktioniert und allen rechtlichen Anforderungen gerecht wird, müssen Sie als BauherrIn einige Dinge beachten:

  • Noch vor Baubeginn muss ein Wasser- und Stromanschluss gelegt werden, wenn auch nur als entsprechendes Provisorium.
  • Für die Arbeiter müssen Umkleide- und Sanitäreinrichtungen in behördlich vorgeschriebener Anzahl und Ausführung vorhanden sein. Sie sind für die Wartung dieser verantwortlich. Ein Anlegen von Senkgruben ist nicht zulässig. Üblicherweise muss diese Leistung im Bauwerkvertrag als Leistung des Bauunternehmers enthalten sein.
  • Erste-Hilfe-Ausstattung sollte immer vorhanden und leicht zugänglich deponiert sein.
  • Vorrichtungen zum Feuerschutz müssen gegeben sein.
  • Die regelmäßige Entfernung von Abfallmaterialien, Schutt, Bauschutt, Leergebinden oder Restmaterialien muss gewährleistet sein.
  • Sorgen Sie schon aus eigenem Interesse dafür, dass die Baugrube nicht als „Abfalldeponie“ missbraucht wird: Zum einen ist es schlicht illegal, den Bauschutt in den Raum zwischen Keller und Aushubwand zu „entsorgen“. Zum anderen muss dieser Raum so verfüllt werden, dass er dauerhaft Wasser zu der Drainageleitung durchlässt, nicht zusammensackt und dem seitlichen Erddruck standhält. Weiters darf das verwendete Material nicht so beschaffen sein, dass es Wärme- und Feuchtigkeitsisolierung des Kellers beschädigt. All das ist nur mit einem entsprechenden Schotter (richtige Korngröße) gewährleistet, nicht aber mit Bauabfällen. Nicht wenige Keller waren schon unter Wasser, weil hier am falschen Ort "gespart" wurde.

Achtung: Als BauherrIn haben Sie gemäß 7 BauKG dafür zu sorgen, dass vor Eröffnung der Baustelle ein Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan (SiGePlan) erstellt wird. Es ist auch darauf zu achten, dass die vom Planungskoordinator ausgearbeiteten Maßnahmen vom Baustellenkoordinator umgesetzt und aktualisiert werden.

 

AutorIn: (05.01.2017), ursprüngl. (08.04.2011)


Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben