Gemeinkosten auf der Baustelle

Die Baustellen-Gemeinkosten umfassen alle jene Kosten einer Baustelle, die nicht einzelnen Leistungspositionen unmittelbar zugeordnet werden können und werden in den Leistungsbeschreibungen der einzelnen Gewerke als eigene Leistungsgruppe angeführt.

Die Baustellen-Gemeinkosten umfassen alle jene Kosten einer Baustelle, die einzelnen Leistungspositionen nicht unmittelbar zugeordnet werden können. Sie werden in den Leistungsbeschreibungen der einzelnen Gewerke (detailliert primär bei den Baumeisterarbeiten) als eigene Leistungsgruppe und Leistungspositionen angeführt und im Angebot mit Kosten ausgewiesen.

Kostenarten

Baustellengemeinkosten werden üblicherweise unterteilt in

  • einmalige Kosten der Baustelle
  • zeitgebundene Kosten der Baustelle (Baustellenregie)
  • Gerätekosten der Baustelle
  • Sonderkosten der Baustelle


Einmalige Kosten der Baustelle

Die einmaligen Kosten der Baustelle umfassen die:

  • Kosten der Baustellen-Einrichtung und –Räumung,
  • Kosten der Errichtung und des Abbaues von Unterkünften, Sanitäranlagen, ..
  • Lohnkosten für Ladearbeiten,
  • Lohnkosten für das Auf-, Um- und Abbauen der Baustelleneinrichtung
  • Lohnkosten für die zugehörigen Stoff-, Transport- und Gerätekosten,
  • Kosten für die Erschließung und Inbetriebsetzung der Baustelle u. dgl.
     

Diese Kosten sind in der Regel in eigenen Positionen als Pauschale, je Container o.ä. oder je Zeiteinheit zu erfassen.

Zeitgebundene Kosten der Baustelle

Die laufenden Kosten für den Betrieb einer Baustelle umfassen:

  • Gehaltskosten aller für die Durchführung eingesetzten Angestellten (z. B. Polier, Arbeitsvorbereitung und dgl.)
  • Lohnkosten für z.B. Bewachung, Reinigung, eventuell Bedienung von Vorhaltegeräten
  • sonstige Kosten der Baustelle, z. B. Mieten, Beheizung, Beleuchtung, Telefon;
  • Kosten des Betriebes besonderer Anlagen, z. B. von Aufenthaltsräumen, Unterkünften, Stromerzeugungs- und Wasserversorgungsanlagen u. ä.
  • eventuelle Betriebskosten von Baustellenfahrzeugen und Vorhaltegeräten.

Diese Kosten sind in der Regel in eigenen Positionen je Zeiteinheit zu erfassen.
Während des Baustellenbetriebes fallen diese in annähernd gleichbleibender Höhe, (verrechnet je Zeiteinheiten) an und laufen auch bei Bauunterbrechungen, ev. in geringerem Ausmaß, weiter.

Gerätekosten der Baustelle

Die Gerätekosten einer Baustelle umfassen die Instandhaltung und Reparatur der genutzten Geräte sowie die Kosten für Abschreibung und Verzinsung, soferne diese Kosten nicht in den Leistungspositionen zu den einmaligen Kosten der Baustelle erfasst sind.

Sonderkosten der Baustelle

Die Sonderkosten umfassen alle jene Kosten, die den üblichen Leistungsumfang des Auftragnehmers übersteigen, jedoch vorgesehen sind oder projektspezifisch entstehen können, wie z.B. zusätzliche Kosten für Planungen, Berechnungen, Prüfungen, besondere Versicherungen u. dgl.

Falls die Baustellengemeinkosten nicht in eigenen Positionen angeboten werden, so ist anzunehmen, dass diese (dem Ausführenden je tatsächlich entstehenden) Kosten in den Bau- bzw. Einheitspreisen umgelegt sind.

Klären Sie diese Kostenansätze um die Nachvollziehbarkeit der Kalkulation und Vergleichbarkeit der Preise (auch mit anderen Projekten) zu ermöglichen.

 


Autor:

Datum: 29.03.2010

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben