Wussten Sie, was ein Maßband alles kann?

Österreichs HeimwerkerInnen nehmen Maß – mit einem Zollstock oder einem Maßband bzw. Rollmeter. Die folgenden Tricks kennt aber nicht jeder Hobbyhandwerker. Wetten?

Es ist praktisch, handlich, passt in jede Hosentasche und ist einfach zu bedienen. Ein Maßband darf in keinem Werkzeugkoffer fehlen. Doch es kann mehr, als nur Längenmaße nehmen. Schauen wir uns so ein Ding einmal genauer an:

Im Anschlagwinkel ist ein Loch

Das metallene Ende des Maßbandes, der so genannte Anschlagwinkel hat nicht zufällig ein Loch. Das, im Fachjargon "Auge", erfüllt einen ganz bestimmten Zweck – nämlich einfacheres Messen. Einfach den Schrauben- oder Nagelkopf mit dem Auge fixieren und schon können Sie das Maßband in alle Richtungen ausziehen. Die zweite Hand bleibt zum Anzeichnen frei.

Der Anschlagwinkel wackelt

Dass sich der Anschlagwinkel vor- und zurückschieben lässt, ist nicht auf eine schlechte Verarbeitung Ihres Maßbandes zurückzuführen. Ganz im Gegenteil, dieser Spielraum beträgt genau die Dicke des Anschlag-Materials und gleicht so perfekt bei Innen- und Außenmessungen aus. Erklärt: Wenn Sie das Außenmaß eines Gegenstandes nehmen, liegt der Nullpunkt innerhalb des Winkels, beim lichten Maß – also der Innenmessung hingegen liegt er außen. Der flexible Anschlagwinkel ermöglicht demnach eine auf den Millimeter genaue Messung.

Das Ende des Anchlagwinkels ist geriffelt

Der Mensch hat nur zwei Hände. Und das kann schon mal zum Problem werden, wenn es darum geht, das Maßband zu halten, es auszuziehen und einen exakten Abstand zu markieren. Gerade sollten Sie dabei übrigens auch noch bleiben. Tja, da kommen die kleinen Zähnchen am Winkelende ins Spiel. Einfach in die Oberfläche drücken, leicht hin- und herbewegen und schon haben Sie eine Markierung an der Wand.

Am Gehäuse steht eine Längenangabe

Während sich diese Maßangaben auf europäischen Modellen noch nicht so durchgesetzt haben, sind sie in Amerika längst Standard. Doch was bedeuten sie? Nehmen wir an, Sie möchten das lichte Maß eines Fensterstockes nehmen. Dann werden Sie, um eine exakte Messung zu schaffen, das Maßband unten an der Fensterbank ansetzen und nach oben ausziehen. Um die richtige Länge zu eruieren, muss das Band dann aber um die Ecke geführt werden – und schon wird’s unpräzise. Also: Einfach das Maßband auf das Fensterbrett aufsetzen und die Gehäuseangabe zum ausgemessenen Wert addieren. Fertig!


AutorIn:

Datum: 01.02.2017

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben