Wohnen mit Atrium

Das klassische Einfamilienhaus bekommt immer öfter Konkurrenz. Von Doppelhäusern, Reihenhäusern und eben auch Konzepten mit Atrium. Doch was ist das genau – ein Atriumhaus?

Das Hof- oder Atriumhaus ist ein Beispiel für modernes, alternatives Wohnen und das, obwohl die Grundidee schon uralt ist. Denn wer kennt sie nicht, die imposanten Atriumvillen aus der Römerzeit? Zeitgemäß interpretiert bleibt der namensgebende Faktor, ein nach oben offener oder mit Glas überdachter Innenhof, um den sich vier Wände schließen, erhalten. Atriumhäuser bieten offene und geschlossene Bereiche gleichermaßen, das Atrium selbst kann einfache Lichtterrasse wie auch Garten oder Wasserpark sein.

Pro & Contra Atriumhaus

Trotz viel Glas und teilweise öffenbarer Hausseiten können die BewohnerInnen eines Atriumhauses ihre Privatsphäre genießen. Die Mauern rundum bieten Sicht- und Lärmschutz gleichermaßen, was sich vor allem bei kleinen Grundstücken in dicht besiedelten Gebieten – mit nahen Grundstücksgrenzen oder anliegenden Straßen besonders positiv bemerkbar macht.

Größter Nachteil des Atriumhauses: Durch den Innenhof braucht diese Gebäudeform nicht nur etwas mehr Platz als ein herkömmliches Einfamilienhaus, es ist auch in seiner baulichen Umgestaltungsmöglichkeiten begrenzt. Besonders eine Aufstockung würde sich negativ auf den Lichteinfall und damit die Helligkeit im Atrium auswirken. Auch ist ein Atriumhaus laut ExpertInnen aufgrund seiner Bauweise um etwa 10 Prozent teurer als konventionelle Gebäudeformen.


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Datum: 27.03.2017

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