Bald weniger Normen und Bauvorschriften?

Schluss mit dem Normendschungel! Austrian Standards und die Bundesinnung Bau treten gemeinsam ein für klarere und einfachere Regeln im Baubereich. Österreichs BauherrInnen wird's freuen.

Bereits im Sommer letzten Jahres gründete Austrian Standards das "Dialogforum Bau Österreich", in dem von Betroffenen und Interessenten einheitliche Normen diskutiert und beschlossen werden sollen. Ein Lenkungsgremium soll dabei für ein Programm zur Vereinfachung der Inhalte freiwilliger Bauregeln sorgen.

Betroffen sind über 3000 Normen

Normen machen Bauen und Wohnen komplizierter und teurer, das beklagen nicht nur Brancheninterne und die Politik, sondern auch BauherrInnen wissen ein Lied davon zu singen. Auf Einladung von Austrian Standards und in enger Kooperation mit der Bundesinnung Bau fand nun der Auftakt zum „Dialogforum Bau Österreich“ statt.

Vorschläge kann jeder machen

 Insgesamt gibt es 3000 baurelevante Normen in Österreich. Über die für alle offene Online-Plattform können Vorschläge zu deren Vereinfachung eingebracht werden, die dann den für die Überarbeitungen der betroffenen ÖNORMEN zuständigen Komitees bei Austrian Standards weitergegeben werden. „Es geht um Leistbarkeit, Lesbarkeit, Vereinfachung. Nur wenn sich alle Beteiligten im Bauwesen beim Dialogforum einbringen, insbesondere jene, welche Überregulierungen kritisieren, kann dieses Projekt erfolgreich sein.“ Fasst Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel, Vorsitzender des Dialogforums zusammen.

Ab jetzt ein Jahr Zeit

Fachleute aus der öffentlichen Verwaltung und den Universitäten, Sachverständige, ArchitektInnen, Bauträger, Ingenieurbüros, Baumeister, Innungen und VertreterInnen der Bauindustrie werden in den kommenden Monaten Vorschläge ausarbeiten, welche Baunormen man vereinfachen oder vielleicht gar zurückziehen kann. Es geht um alle relevanten Bereiche des Baus, der Planung, der Errichtung, um den Betrieb sowie um die bessere Berücksichtigung von Folgekosten.


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Datum: 20.01.2016

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