Entscheidungsträger - Beratung erspart Ärger beim Hausbau

Professionelle und objektive Beratung kostet Geld, gibt Ihnen jedoch die erforderliche Entscheidungssicherheit und spart ein vielfaches der Beratungskosten bei der Umsetzung. Darüber hinaus hilft gute Beratung zusätzlich Probleme und Ärger zu minimieren.

Beim Bauen werden vom Bauherrn / Bauherrin immer Entscheidungen verlangt. Das beginnt z.B. mit der Auswahl des Bauplatzes, der Auswahl des Architekten, der Auswahl ausführender Firmen, Auswahl der Baustoffe, Auswahl der Farben etc.

Entscheidung zu treffen bedeutet eine bewusste Auswahl unter Alternativen! Die wesentlichen Entscheidungen betreffend Ihr Bauwerk müssen von Ihnen persönlich getroffen werden und sind eigentlich nicht delegierbar.

Fachleute Ihres Vertrauens können Sie lediglich unterstützen, die Grundlagen Ihrer Entscheidungen aufbereiten und Sie auch hinsichtlich der Auswirkungen Ihrer Entscheidungen umfassend (bzw. erschöpfend – manchmal für beide Seiten) beraten.

Professionelle und objektive Beratung kostet Geld, gibt Ihnen jedoch die erforderliche Entscheidungssicherheit und spart ein vielfaches der Beratungskosten bei der Umsetzung. Darüber hinaus hilft gute Beratung zusätzlich Probleme und Ärger weitgehend zu vermeiden.

Entscheidungskriterien
Objektive Kriterien wie z.B. Kosten, Qualitäten, termingerechte Verfügbarkeit usw.
Subjektive Kriterien wie z.B;: Raumempfinden (durch Wahl der Dimensionen, Fenstergrößen, Farben, Oberflächen etc.) usw.

Manchmal hängt die Qualität der Entscheidung auch von der jeweiligen Stimmung, vom Zufall etc. ab. Eine optimale Entscheidung basiert meist auf der Grundlage des rationalen Vergleiches objektiver Informationen, berücksichtigt aber subjektive Kriterien und Gefühle.

Beachten Sie, dass zumindest im Baubereich Ihre Entscheidungen jeweils eine Kette von Folgeentscheidungen nach sich ziehen und versuchen Sie jeweils auch Ihre daraus resultierenden Entscheidungs-Spielräume abzuschätzen.


Entscheidungshilfe
Lassen Sie sich beraten, wenn Sie sich nicht sicher sind. Es stehen Ihnen je nach Fragestellung verschiedene Fachleute zur Verfügung, vom erfahrenen Bauherren-Vertreter über die Bauberatung der Kammer der Ziviltechniker angefangen (welche eine erste kostenlose Beratung bietet), bis zum klärenden Gespräch mit dem Planer Ihres Vertrauens.Wichtig bei der Einholung von Ratschlägen ist deren Professionalität und Objektivität.

Beurteilen Sie jeden Rat nach der einschlägigen Ausbildung und Erfahrung des Beraters.
(Ihr bester Freund ist sicher ein kompetenter Gesprächspartner für viele Themen, vielleicht sogar für Gestaltungsfragen Ihres Schlafzimmers. Aber verfügt er auch über die erforderliche fachliche Ausbildung und Erfahrung für die aktuelle bautechnische Fragestellung ?, Materialwahl ?, Bauphysik ?, Statik ?)

Lassen Sie sich nicht von jemandem beraten, der eigene Interessen an Ihrer Entscheidung hat.
(Die Entscheidung, welche Arten von Fußbodenbelag in den verschiedenen Räumen ihres Hauses verlegt werden sollen, sollten Sie z. B. nicht mit einem Fliesenleger besprechen. Das Resultat könnten Fliesenböden in allen Räumen sein, obwohl Sie diese eigentlich nicht wollten).


Autor:

Datum: 11.09.2010

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