Fertigelemente: Fixpreise, kurze Bauzeiten & Qualität

Die Unterschiede zwischen einem massiven Fertighaus und einem Massivhaus werden immer geringer. Fertigelemente punkten auch bei Garagen und Kellern. Der umgangssprachliche Begriff Fertighaus ist nicht genau definiert.

Fertigelemente werden immer besser

Durch Fixpreise, kurze Aufstellzeiten und Qualität punkten Fertiglösungen auch bei Garagen und Kellern. Der Unterschied zwischen einem massiven Fertighaus und einem schlüsselfertigen Massivhaus ist heute deutlich geringer, als vor einigen Jahren. Der umgangssprachliche Begriff Fertighaus ist nicht genau definiert, in der Bauindustrie redet man von der Fertigbauweise.

Und diese weist das komplette Spektrum zwischen hohem und niedrigem Vorfertigungsgrad auf. Dieser Grad ist je nach Konstruktionsweise variabel. Zunehmend werden auch im Massivbau vorgefertigte Elemente wie Decken oder Wandelemente eingesetzt.

Fertigelemente

Die Teile eines Fertighauses werden in Hallen, geschützt von Witterungseinflüssen, computergesteuert vorfabriziert und auf der Baustelle nur mehr zusammengebaut. Die Elemente werden dann von Spezialisten in kurzer Zeit zusammengebaut, der Keller wird entweder vom Fertighausanbieter oder vom örtlichen Baumeistern erstellt.

Der Keller oder eine Grundplatte ist Voraussetzung für eine saubere Montage: jeder Baugrund reagiert anders und ist schwer berechenbar, deshalb wird dieser Bauabschnitt oft unabhängig vergeben. Durch die Produktion ganzer Serien von Montageelementen werden Arbeitsschritte optimiert, dadurch werden die Kosten gesenkt. Die Fixpreise werden eingehalten.

Die Vorfertigung beginnt bei einzelnen Bauelementen und endet mit dem gesamten Gebäude. Da Zeit auch Geld ist, ergibt sich bei den schnellen Montagezeiten ein Kostenvorteil. Wenn die Aushubarbeiten und der Keller fertig sind, ist das Haus meist nach wenigen Tagen vollendet, das ganze Haus in insgesamt ca. drei Monaten bezugsfertig. Fertighaushersteller sind meist Planer und Errichter zugleich, sie stellen quasi "schlüsselfertige" Lösungen auf die grüne Wiese.

Fertigkeller und Garagen

Lange eher stiefmütterlich behandelt, überzeugen Fertigkeller heute durch ihr Kosten- und Qualitätsbewusstsein. Fertigkeller sind kostengünstig und können schnell montiert werden. Die Vorfertigung beginnt bei einzelnen Bauelementen und endet mit dem gesamten Gebäude.

Vor allem der zeitliche Faktor ist ein großer Vorteil. Wand- und Deckenelemente werden im Werk in Einzelteilen vorgefertigt. Mittlerweile ist es möglich, Bauteile mit einem Ausmaß von bis zu 10 Metern Länge in einem Stück zu produzieren. Das erspart den Kellerwänden Fugenbildungen. Die Einzelteile werden, ähnlich wie beim Fertighaus auf der Baustelle montiert.

Öffnungen für Türen und Fenster mit fertig eingebauten Fenstern bzw. Türzargen stellen kein Problem dar, auch Installationsverrohrungen sind bereits vorhanden. Die Aufstellzeit beträgt nur einen Tag. Auch Fertiggaragen überzeugen mit kürzesten Aufstellzeiten (ca. 1 Std.), bis zu 30% Preisersparnis gegenüber konventionell gebauten Garagen und einem - statt vielen -Vertragspartner.

Der Mindestleistungsumfang für ein Fertighaus (nach ÖNORM 2310) besteht aus

Einreichungsunterlagen, Bauführung, Standsicherheit, trangende und aussteifende Elemente, Wärme- und Wasserdampfkondensation, Schall- und Brandschutz, Anschlußstellen und Durchdringungen, Elektroinstallationen, Ver- und Entsorgungsleitungen, Äußeres Erscheinungsbild


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Datum: 24.08.2012

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