Fertigbau-Trend - Export und Großvolumer

Laut Österreichischem Fertighausverband (ÖFV), entwickelt sich der Fertigbaumarkt stabil. Exporte, großvolumiger Wohnbau und Objektbau verzeichneten ein Wachstum, während die Anzahl der Einfamilienhäuser zurück ging.

Österreichischer Fertighausverband © Österreichischer Fertighausverband

Grafik 1: Erwirtschafteter Umsatz

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Grafik 2: Großvolumer - Export

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Grafik 3: Großvolumer - Inland

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Grafik 4: Einfamilienhaus - Inland

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Grafik 5: Einfamilienhaus - Export

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Grafik 6: Energieklassen

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Grafik 7: Verteilung auf Bundesländer

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Grafik 8: Verteilung nach Ausbaustufen

Der Fertigbaumarkt 2012 blieb laut Österreichischem Fertighausverband (ÖFV) stabil. Wobei Export und großvolumiger Wohnbau, sowie der Objektbau ein Wachstum verzeichneten, während die Anzahl der errichteten Einfamilienhäuser um 4,5 Prozent sank. So wurden 2012 insgesamt zirka 4.290 Einfamilienhäuser in Fertigbauweise gebaut.

ÖFV-Präsident Roland Suter dazu: „Die Entwicklung 2012 führt deutlich vor Augen, wie wichtig es für die großen Fertighaushersteller geworden ist, sich neben dem Einfamilienhausbau mit dem Bau von großvolumigen Gebäuden sowie durch Exporte zusätzliche Standbeine zu schaffen." Kleineren Anbietern, deren Strukturen ein Engagement in diesen Bereichen nicht möglich machen, rät Suter, sich durch Positionierung und Spezialisierung hervor zu heben.

Deutlicher Zuwachs im Objektbau

Der Gesamtumsatz der ÖFV-Mitglieder lag 2012 bei 516 Millionen Euro - das bedeutet ein Plus von 0,5 Prozent. Den Löwenanteil am Umsatz macht mit 80 Prozent nach wie vor der Einfamilienhausbau im In- und Ausland aus. Neben Ein- und Zweifamilienhäusern wurden von den erfassten Unternehmen insgesamt 67 großvolumige Gebäude im Inland errichtet, was einem Plus von 15 Prozent entspricht – im Ausland waren es 28 Gebäude, ein Plus von 115 Prozent. Nach Kategorien am deutlichsten zugelegt hat der Objektbau mit einem Zuwachs von 47 Prozent.

Niederösterreich vorne

In den Bundesländern Wien, Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich und Steiermark wurden 2012 von den Mitgliedern des ÖFV 81 Prozent der Einfamilienhäuser errichtet. Der Rest verteilt sich auf Kärnten und Westösterreich. Unangefochtener Fertighaus-Spitzenreiter bleibt Niederösterreich mit einem Anteil von 35 Prozent.

Trend zur mittleren Ausbaustufe

Vergangenes Jahr legte die mittlere Ausbaustufe, das belagsfertige Fertighaus, mit einem Plus von 5,54 Prozent kräftig zu. Leicht gewonnen hat auch die Version Ausbauhaus (+ 1,86 Prozent). Schlüsselfertige Varianten wurden um 7,4 Prozent weniger nachgefragt.

Suter dazu: „Damit wird deutlich, dass die Bauherren im Vorjahr wieder zu den kostengünstigeren Varianten tendierten. Nach einem Trend zum schlüsselfertigen Haus im Jahr 2011 gleicht die Verteilung im Vorjahr in etwa wieder dem Stand von 2010.“

Faktor Energieeffizienz

Das "Niedrigenergiehaus" legte um 1,48 Prozent zu - 90,48 Prozent aller Fertighäuser werden in dieser Klasse gebaut. Deutlich verloren (-1,28 Prozent) hat die Zahl der Fertighäuser, die eine Energiekennzahl von mehr als 30 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr aufweisen. Auch das Passivhaus verzeichnete ein leichtes Minus von 0,3 Prozent.

Starker Export

Am internationalen Markt konnten die österreichischen Unternehmen zulegen. So produzierten die Mitglieder des ÖFV im Vorjahr 587 Einfamilienhäuser für den Export. Das bedeutet ein Plus von 7,5 Prozent gegenüber 2011. Außerdem wurden 28 großvolumige Gebäude von einzelnen Mitgliedern exportiert. Zu den bevorzugten Exportmärkten zählen, wie auch schon in den Jahren zuvor, Italien, Deutschland und die Schweiz.

Josef Gruber, Präsident des Europäischen Fertigbauverbandes: „Der Löwenanteil der Wertschöpfung bleibt in Österreich und zusätzlich werden unsere Arbeitsplätze gesichert. Nur durch die Produktion in unseren Werken können wir die hohen Qualitätsstandards garantieren, die für das positive Image im Ausland sorgen .“


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Datum: 10.05.2013

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