So tickt der Fertighausmarkt

Am liebsten schlüsselfertig, in Holzriegelbauweise, auf Niedrigenergiestandard und nachhaltig gebaut und betrieben – so möchten laut einer aktuellen Marktanalyse Herr und Frau Österreicher ihr Fertighaus.

Mehr als ein Drittel aller neu gebauten Ein- und Zweifamilienhäuser in Österreich sind Fertighäuser. Grund und Boden ist in bestimmten Regionen Österreichs knapp und teuer. Wer dann endlich sein (leistbares) Traumgrundstück gefunden hat, möchte so rasch wie möglich mit der Planung und Realisierung seines Eigenheims starten. Die belagsfertige und auch die schlüsselfertige Ausbaustufe kommen den FertighauskundInnen da ganz gelegen, was auch die Zahlen verdeutlichen (siehe Infobox).

Passivhaus zu teuer, Holzriegel top

Ein Blick auf die vergangenen Geschäftsjahre zeigt ganz deutlich, dass die Investitionsbereitschaft in ein Passivhaus zurückgeht. Gründe dafür liegen wohl in den immer noch sehr hohen Anschaffungskosten und nur auf lange Sicht wirklich bedeutenden Energieeinsparungen, die diese Ausgaben amortisieren. Lediglich fünf von hundert Häusern wurden als Passivhäuser verkauft.

Der Anteil an Niedrigenergiehäuern (Energieausweisvorgabe ist ein HWB < 36 kWh/m2a) ist mit über 90 Prozent ganz klarer Anführer bei den Fertighäusern, was nicht zuletzt daran liegt, dass beim Großteil der Fertighausfirmen die Niedrigenergiebauweise heute schon Standard ist.

Dass mehr als 80 Prozent aller gekauften Fertighäuser in Holzriegelbauweise errichet werden, scheint ein klares Indiz dafür zu sein, dass die ÖsterreicherInnen Wert auf ökologische und gesunde Bauweisen legen und "für die nächsten Generationen" bauen möchten.

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Datum: 10.12.2015

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