Geometer - Vermessung und den Schutz des Grundstückes

Neben der eigentlichen Vermessungstätigkeit - wie dem Vermessen von Grundstücken und bebauungsrelevanten Details - ist die wesentliche Aufgabe des staatlich befugten und beeideten Ingenieurkonsulent für Vermessungswesen, kurz Geometer genannt, ist der Schutz Ihres Eigentums am nicht vermehrbaren Grund und Boden.

Aufgabenvielfalt

Dies enthält die Beratung über Rechte und Pflichten, die mit dem Grundstück verbunden sind, um mögliche Auflagen des Gesetzgebers rechtzeitig zu erkennen. Die Grenzverhandlung mit den Anrainern und die Erstellung von Vermessungsurkunden gehören ebenso zu diesen Aufgaben.

Die Pläne, die vom Ingenieurkonsulent für Vermessungswesen hergestellt werden, sind öffentliche Urkunden. Sie sind erforderlich, um etwa Grenzen rechtswirksam zu machen und Grundteilungen ins Grundbuch eintragen zu können.

Weltstandard

Nach internationalem Verständnis (Fédération Internationale des Géomètres) umfasst ”Vermessung und Geoinformation” folgende Aktivitäten:

  • ”Die Ermittlung der Größe und der Gestalt und des Schwerefeldes” der Erde
  • Die Festlegung von Objekten im Weltraum und die Festlegung und Überwachung von physikalischen Strukturen und Ingenieurbauwerken über, auf und unter der Erdoberfläche.
  • Die Bestimmung der Lage der Grenzen öffentlicher und privater Grundstücke, einschließlich nationaler und internationaler Grenzen und die Registrierung dieser Grundstücke bei den zuständigen Behörden.
  • Entwurf, Einrichtung und Verwaltung von Land- und geographischen Informationssystemen.
  • Die Erforschung des natürlichen und sozialen Umfeldes, die Ermittlung von Land- und See-Ressourcen und der Gebrauch dieser Daten in der städtischen, ländlichen und regionalen Entwicklungsplanung.
  • Planung, Entwicklung und Neugestaltung von Eigentum, sei es städtisch oder ländlich, seien es Grundstücke oder Bauwerke.
  • Wertermittlung und Verwaltung von Eigentum (städtisch/ländlich, Grundstücke/Bauwerke).
  • Planung, Vermessung und Organisation von Bauarbeiten
  • Herstellung von Plänen, Karten, Datenfiles, Tabellen und Protokollen wie z.B.
  • Technische Vermessung:
  • Lage- Höhen- und Einbautenpläne als Projektgrundlage
  • Höhenmessung, Nivellement
  • Pläne zur Bekanntgabe der Bebauungsbestimmungen, Einreichpläne
  • Baubetreuung (Urgeländeaufnahme, Absteckung, Massenabrechnung)
  • Parifizierungen, Flächenermittlungen, Gebäudeaufnahme
  • Leitungspläne
  • Katastervermessung:
  • Grenzfeststellungen und Grenzwiederherstellungen
  • Teilungspläne (Teilung von Grundstücken, Schaffung von Bauplätzen, Parzellierungen)
  • Servitutspläne

Autor:

Datum: 11.09.2010

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Grundstück

Das Baugrundrisiko tragen Sie als Bauherr. Es müssen die Boden- und Wasserverhältnisse bekannt sein, um die richtige Gründungs- und Abdichtungsart wählen zu können, um ungleichmäßige Setzungen zu vermeiden, weswegen Baugrunduntersuchungen notwendig sind.

Falls noch keine Straße zu Ihrem Grundstück führt, erkundigen Sie sich bei der Baubehörde ihrer Gemeinde über geplante Straßenbauvorhaben. Sie sind im Falle des Straßenbaues dazu verpflichtet, Teile Ihres Grundes an die Gemeinde abzutreten.

Jedes Grundstück, auf dem der Bau eines Gebäudes geplant ist, muss aufgeschlossen sein oder werden. Das bedeutet, es müssen zumindest Zufahrt und folgende Anschlüsse vorhanden sein oder hergestellt werden:, Trinkwasser, Abwasser, Strom, etc.

Aus Bodengutachten ermittelt man Gründungsempfehlungen, diese Unterlagen werdeb den Planer zur Verfügung gestellt, daraus wird die statische Berechnung erstellt. Diesen Daten sind für die Gründung und Fundamentsgrundlage wichtig.

Die Hausmüllentsorgung wird oft von den Gemeinden selbst organisiert, in manchen Gemeinden erfolgt sie durch Privatfirmen. Die Kosten richten sich nach der Größe der Müllgefäße und deren Entleerungs-Rhythmus.

Vorab muss in einer Besprechung zwischen Bauherr, dem beauftragten Elektriker und den lokalen Telefon-/Kabelnetzbetreibern der Leistungsablauf (Zuleitung zur Grundgrenze, Lage des äußeren Anschlusskastens etc.) festgelegt werden.

Ob auf dem Grundstück ein Stromanschluss vorhanden ist erkennen Sie am Vorhandensein eines Stromanschluss-Kastens und ev. Stromzählers. Setzen Sie sich mit dem Stromlieferanten in Verbindung um den Anschluss auf Ihren Namen anzumelden.

Da die Entscheidung über die Beheizungsart sehr früh erfolgt, sind gegebenenfalls bereits Kontakte mit dem Fernwärmeunternehmen erfolgt. Es liegen dem Planer bereits Informationen über die Anschlussdurchführung, Rohrdimension, usw. vor.