Grundstücksgrenzen: Lage- und Höhenplan für Bauentwürfe

Die Behörde gibt auf dem eingereichten Plan die gültigen Bebauungsbestimmungen für Ihr Grundstück bekannt. Es werden die Baufluchtlinien mit rotem Stift eingetragen sowie alle weiterendas Gründstück betreffende Auflagen mitgeteilt.

Zur fachgerechten Ausführung der notwendigen Entwürfe zur Bauplanung benötigt Ihr Architekt einen Lage- und Höhenplan Ihres Baugrundstückes.

Bebauungsbestimmungen

Die Behörde gibt auf dem eingereichten Plan, der von einem befugten Zivilingenieur für Vermessungswesen stammen muß, die gültigen Bebauungsbestimmungen für Ihr Grundstück bekannt. Es werden die Baufluchtlinien mit rotem Stift eingetragen sowie alle weiteren Auflagen die das Grundstück betreffen mitgeteilt.

Lageplan und Höhenplan

Akutelle Lage- und Höhenplänen, erstellt von einem Geometer, sind die Basis für ein Bauprojekt. Dabei werden unter Anbindung an die im System Gauß-Krüger gegebenen staatlichen Festpunkte, zusammen mit dem Koordinatenverzeichnis, Standpunkte geschaffen. Lage- und Höhenplänen im Maßstab 1:200 oder 1:500 beinhalten alle wesentlichen Informationen wie Topografie, Kataster und Grundbuchsdaten, Einbauten, Fassadenansichten, Schnitte etc.

Dieser von einem Geometer erstellte Vermessungsplan ist, wenn Nachbarn betreffend des Grenzverlaufes keinen Einspruch erheben, für alle, auch für die Behörde bindend. Als Grundlage dienen dabei Unterlage der Behörde (siehe auch: Einsicht in den Bauakt) und die Naturaufnahme.

Fluchtlinien -Berechnung

Die durch Plandokumente vorgegebenen Fluchtlinien werden in Plänen analytisch und mit großer Genauigkeit festgelegt. Damit ist eine wesentliche Voraussetzung für eine spätere Bauplatzschaffung gegeben und eine korrekte Planung von Projekten, die dem Bebauungsplan entsprechen, ermöglicht.

Grenz-Vermessungen

Ein bestehender alter Holzzaun muß nicht zwangsläufig die rechtliche Grundstücksgrenze markieren. Bei der Grenzwiederherstellung werden Grenzen unter ausschließlicher Wertung des Katasternachweises in die Natur übertragen und mit dem örtlichen Grenzverlauf verglichen. Die Grenzwiederherstellung kann durch die Abmarkung (Einbringen, Ersetzen, Aufrichten oder Entfernen eines Grenzzeichens) vor Ort ”klare Verhältnisse” schaffen. Eine Grenzvermessung wird bei unklarer Grenzverlauf, da Grenzzeichen nicht sichtbar oder nicht mehr vorhanden sind oder der Vermutung, dass Grenzzeichen falsch steht und somit ein unrichtiger Grenzverlauf in der Örtlichkeit dargestellt in die Wege geleitet.

Erstmalige Feststellung von bestehenden Flurstücksgrenzen

Wenn der Verlauf einer Grenze noch nie ermittelt wurde, wird unter Wertung des Katasternachweises (Flurkarte), der Örtlichkeit (Bebauungen und Einfriedungen) und den Aussagen der Beteiligten fdie Grenzermittlung durchgeführt. Die Grenzfeststellung kann auch im Zuge einer Baumaßnahme kann von der Bauaufsichtsbehörde eingefordert werden oder bei unklarer Grenzverlauf, da aufgrund der Nichtfeststellung der Grenze keine Grenzzeichen vorhanden sein können. Neue Grenzen müssen in festgestellte Grenzen einbinden.

Bildung neuer Flurstücksgrenzen

Bei einer Grundstücksteilung müssen die entsprechenden Flurstücke zerlegt und danach neue Flurstücksgrenzen gebildet werden. Dabei ist zu beachten, dass neue Flurstücksgrenzen immer in festgestellte oder festzustellende Flurstücksgrenzen eingebunden werden müssen und durch die neuen Flurstücksgrenzen kein baurechtswidriger Zustand geschaffen wird.


AutorIn:

Datum: 11.09.2010

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Bauplanung

Die IG Lebenszyklus Hochbau hat einen neuen Leitfaden für Bauherren veröffentlicht. Erklärtes Ziel: Das ökologische, ökonomische und soziale Gesamtverständnis der Bauherren schärfen, sowie Transparenz und Fairness schaffen. Und das, indem die Verantwortungsbereiche und Strategie für die Umsetzung eines Bauprojekts eindeutig definiert werden.

Je nach Größe der Familie und Alter der Bewohner wird der Grundriss eines Eigenheims unterschiedlich aussehen. Soll das Eigenheim nicht in ein paar Jahren verkauft werden, müssen bei der Planung Faktoren betreffend Zukunft miteinfließen.

Die Jahre, in denen Fertighäuser in Architektenkreisen verpönt waren, sind vorüber. Heute widmen sich wieder mehr junge Architekten ganz ohne Berührungsängste der Planung und Gestaltung von Fertighäusern.

Was für Profis gang und gebe, sollte auch für Heimwerker und Bastler eine Selbstverständlichkeit sein: schützende Bekleidung, von Helm und Brille bis zu den Sicherheitsschuhen – nichts davon ist überflüssig.

Beim Thema Nachhaltigkeit geht es oft "nur" um eine Minimierung des Schadens den wir der Umwelt zufügen. Ökoeffektivität hingegen zielt auf eine Maximierung des Nutzens ab, den Objekte und Produkte für die Umwelt haben (könnten).

Barrierefreie Gestaltung bringt nicht nur höhere, verringert Stolperfallen, erleichtert die Bedienbarkeit und steigert damit den Komfort und die Lebensqualität für den Menschen in allen Lebensphasen.

Das Gebäude der Zukunft ist keine ferne Vision mehr. In immer größeren Schritten stellen sich Wissenschaft, Technik, Planung und Wirtschaft den Herausforderungen von heute und entwickeln, fördern und „erfinden“ das Haus von heute.

Durch die Einbeziehung von Qualitätsparametern in den Gebäudevergleich wurde eine Argumentationsgrundlage für die Errichtung qualitativ hochwertiger Bauten geschaffen. Ein Beitrag, Akzeptanz, Transparenz und Verbreitung der Gebäudebewertung zu erhöhen.

Nachhaltigkeit setzt sich aus den 3 Bausteinen Ökologie, Ökonomie und der sozialen Komponente zusammen. Oft kommt es heute zu einer einseitigen Betrachtung, durch einen starren Fokus auf nur eine Komponente – die Ökologie. Doch Nachhaltigkeit ist mehr.