Holzklassen - diese Arten von Holz gibt es

Baulicher Holzschutz gewährleistet, dass das Holz durch konstruktive Maßnahmen soweit geschützt ist, dass chemischer Holzschutz so gut wie überflüssig wird. Eine lange Lebensdauer der Konstruktion ist nur bei gutem baulichem Holzschutz gesichert.

Beim Holzschutz unterscheidet man zwischen baulichem und chemischem Holzschutz.


Baulicher Holzschutz gewährleistet, dass das Holz durch konstruktive Maßnahmen soweit geschützt ist, dass chemischer Holzschutz so gut wie überflüssig wird. Eine lange Lebensdauer der Konstruktion ist nur bei gutem baulichem Holzschutz gesichert.

Die ÖNORM B 3802-1 definiert fünf Gefährdungsklassen:

Klasse Erklärung
0 Holz im Innenbereich von Gebäuden ohne statische Belastung (nicht tragende Innenwände) ohne Feuchtigkeitsbeanspruchung (Holzfeuchtigkeit unter 10%). Keine Gefahr durch Schadorganismen.
1 Holz im Innenbereich von Gebäuden, das statischer Belastung ausgesetzt ist (tragende Wände) und ohne Feuchtigkeitsbeanspruchung (Holzfeuchtigkeit unter 20%). Gefahr durch Insektenbefall.
2 Holz im Innenbereich von Gebäuden, das statischer Belastung ausgesetzt ist (tragende Wände) und mit Feuchtigkeitsbeanspruchung (Holzfeuchtigkeit über 20%). Gefahr durch Insekten – und Pilzbefall.
3 Holz im Innen- und Außenbereich von Gebäuden, das statischer Belastung ausgesetzt ist (tragende Wände) und mit Feuchtigkeitsbeanspruchung (Holzfeuchtigkeit häufig über 20%). Gefahr durch Insekten – und Pilzbefall.
4 Holz im Außenbereich von Gebäuden, das statischer Belastung ausgesetzt ist (Steher) und mit regelmäßiger Feuchtigkeitsbeanspruchung (Holzfeuchtigkeit ständig deutlich über 20%). Gefahr durch Insekten – und Pilzbefall aufgrund ständigem Erd– oder Wasserkontakt.

Für Hölzer der Gefährdungsklasse 0 ist kein chemischer Holzschutz notwendig. Es wird momentan diskutiert, ob man nicht Hölzer höherer Gefahrenklassen auf Klasse 0 zurückstufen kann, sofern es sich dabei um besonders dauerhafte Arten wie Robine, Eiche, Edelkastanie, Lärche und Kiefer handelt. Auf diese Art und Weise könnte der Einsatz von chemischen Holzschutzmitteln weiter zurückgedrängt werden.

Resistenz-Klassen

Die verschiedenen Holzarten werden laut Önorm B 3012in Resistenzklassen eingeteilt.

Resistenzklasse Erklärung
1 sehr resistent: Robinie
2 resistent: Eiche
3 mäßig resistent: Lärche, Kiefer
4 wenig resistent: Fichte, Tanne
5 nicht resistent: Ahorn, Buche, Esche

 

Konstruktiver Holzschutz

Konstruktiver Holzschutz achtet darauf, dass Holz schädigende Einbausituationen erst gar nicht entstehen.

Bei Außenwänden ist darauf zu achten, dass sich kein Kondensat an der Holzoberfläche oder im Inneren des Materials bildet und dass kein Wasserdampf durch die Bauteile diffundiert. Erreicht wird dies durch eine korrekt gerechnete und ausgeführte Wärmedämmung sowie durch Einsatz von Dampfsperren an der Rauminnenseite.

Vorspringende und auskragende Dächer schützen die außenliegenden Bauteile vor Regen und verlängern so beträchtlich deren Lebensdauer. Wo es nicht zumindest möglich ist, anfallendes Wasser auf kürzestem Weg abfließen zu lassen, ist chemischer Holzschutz unbedingt erforderlich.

Chemischer Holzschutz

Die Holzschutzmittel werden entsprechend ihrer Wirksamkeit eingeteilt.

Wirksamkeit Erklärung
B vorbeugend wirksam gegen Bläue
BS vorbeugend wirksam gegen Schnittholzbläue
P vorbeugend wirksam gegen Pilze (Fäulnisschutz)
Iv vorbeugend wirksam gegen Insekten
Ib wirksam zur Insektenbekämpfung
W beständig gegen Witterungseinflüsse und Feuchtigkeit. Für Holz im Freien erforderlich, das nicht in Erdkontakt und nicht dauernd dem Wasser ausgesetzt ist.
E für Holz in Erdkontakt und oder in dauerndem Kontakt mit Wasser
MS zur Schwammbekämpfung im Mauerwerk


Chemische Holzschutzmittel müssen auf sauberes Holz vor dem Einbau aufgebracht werden. Bei Holzarten wie Tanne und Fichte sowie bei Holzteilen aus dem Kern und Reifholz ist eine Perforation ratsam, um die Eindringtiefe des Holzschutzmittels zu erhöhen. Die Holzschutzmittel werden durch Streichen, Tränkung oder im Kesseldruckverfahren aufgebracht.

Achtung

So wenig chemischen Holzschutz wie möglich einsetzen. In den 70er Jahren haben manche Leute ihre Wohnräume mit Holzschutzmitteln für den Außenbereich eingelassen und ihre Wohnung damit nachhaltig vergiftet.


Autor:

Datum: 13.10.2009

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