Holzrahmenbauweise - mit kurzer Bauzeit zum Fertighaus

Beim Holzrahmenbau werden die Ständer in relativ kleinen Abständen zueinander und mit Hilfe von Holzquerschnitten aufgestellt. Auf ein Strebenwerk wird verzichtet. Ausgesteift wird mittels Beplankung.

Aus möglichst gleichen Hölzern wird ein Traggerüst gebaut, das dann von beiden Seiten mit Holzwerkstoffplatten (Spanplatten, Gips, etc.) flächig beplankt wird. Die geschoßhohen, senkrechten Steher werden in immer gleichem Abstand (standardmäßig 62,5 cm) aufgestellt und oben und unten mit rahmenbildenden Schwellhölzern versehen.

Durch den stabilen Rahmen und die Beplankung ist das seitliche Abknicken oder Kippen der Ständer nicht mehr möglich – auf ein Strebenwerk kann komplett verzichtet werden. Die Hohlräume im Inneren des Gerüstes werden mit Dämmmaterial gefüllt.

Beim Fertighaus werden die Wandelementein der Fabrik schon auf einer Seite beplankt, auf Wusch können aber auch die Innendämmung, Dampfsperre, Installationen und die Innenbeplankung bereits im Werk vorgenommen werden – in der Regel wird dies aber erst auf der Baustelle gemacht.

Im Unterschied zum Skelettbau kann beim Holzrahmenbau das Gerüst nicht allein stehen, die Last des Daches und der Geschoße wird von der Gesamtkonstruktion (Holzsteher, Plattenbeplankung, Schwellhölzer) getragen, die Wandelemente benötigen immer mindestens eine beplankte Seite, um stabil zu bleiben.


Vorteile:

  • immer ein Niedrigenergiehaus
  • relativ preisgünstige Bauweise
  • relativ kurze Bauzeit
  • gut geeignet als Selbstbau- oder Ausbauhaus
  • sehr gute Dämmwerte der Wände
  • Dämmung im Inneren der Hohlräume verkleinert die Wanddicken und sorgt für mehr
    Wohnfläche
     

Nachteile:

  • nachträgliche Grundriss- und Konstruktionsänderungen kaum realisierbar, dadurch
  • raumgestalterische Veränderungen nur schwer möglich
  • geringerer Vorfertigungsgrad als bei anderen Bauweisen, da Installationen, Dämmung,
    Fenster etc. meist erst auf der Baustelle eingebaut werden
  • nicht werkseitig angebrachte Holzsteher können zu Wärmebrücken werden
  • durch geringe Speichermasse (im Gegensatz zu Ziegeln) Gefahr der Überhitzung im
    Sommer
  • eingeschränkter Schallschutz (hier muss qualitativ hochwertig gedämmt werden)

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Datum: 14.10.2010

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