Holztafelbau beim Fertighaus

In Europa entwickelt ähnelt der Holztafelbau sehr der Holzrahmenbauweise – besonders in seiner Konstruktionsart. Wesentlicher Unterschied ist der Grad der Vorfertigung.

Holztafeln bezeichnen jene flächigen, selbsttragenden Holzkonstruktionen, die aus einem Trägergerüst und als Beplankung dienenden Holzplatten (Vollholz, Holzwerkstoff, Gips,…) bestehen.

Die Wand-, Decken- und Dachelemente können vollständig in der Fabrik vorgefertigt, mit den gewünschten Dämmstoffen gefüllt, mit Fenstern, Türen, Rollladenkästen und sämtlicher Elektro- und Sanitärinstallation ausgestattet auf die Baustelle transportiert werden. Sogar die Außenwand ist oft bereits verputzt.

Einige Hersteller von Fertighäusernbieten auch das Fliesen von Küchen- und Badbereiche an. Ihr quasi fertiges Haus muss also nur noch auf die Kellerdecke bzw. Fundamentplatte gestellt und zusammengebaut werden. Dabei wird der Raumkörper modular aus den einzelnen ebenen Holztafeln zusammengesetzt und miteinander verbunden. Außer dem Raumzellenbau ist der Holztafelbau jene Konstruktionsart mit dem höchsten industriellen Vorfertigungsgrad.

Vorteile:

  • gute Ökobilanz des Baustoffes Holz
  • höchster Vorfertigungsgrad im Fertigbau, dadurch
  • sehr kurze Bauzeit von 1-3 Tagen
  • keine Wärmebrücken aufgrund durchgehender Dämmung und Verplankung
  • gute Wärmespeicherwerte
     

Nachteile:

  • nachträgliche Grundriss- und Konstruktionsänderungen kaum realisierbar, dadurch
  • raumgestalterische Veränderungen nur schwer möglich
  • Raumverlust durch dickere Wandkonstruktionen
  • durch hohe Vorfertigung viele Entscheidungen schon in der Planungsphase nötig, kaum
    nachträgliche Veränderungen

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Datum: 21.10.2010

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