Schall - Bewegungsenergie durch Druckschwankungen

Schall ist mechanische Bewegungsenergie von durch Druckschwankungen in Schwingung gesetzten Teilchen. Schallträger sind fester Körper oder Luft, die die Schwingungsimpulse an ihre Umgebung weitergeben.

Schall ist mechanische Bewegungsenergie von durch Druckschwankungen in Schwingung gesetzten Teilchen. Schallträger sind fester Körper oder Luft, die die Schwingungsimpulse an ihre Umgebung weitergeben. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit und die Energieabnahme beim Transport der Schwingungen ist abhängig vom schalleitendem Medium, weshalb man auch die Einteilung in Luft-, Wasser- und Körperschall vornimmt.

Der Hörbereich des menschlichen Ohres liegt bei 16 Hz bis 20.000 Hz. Gehörempfindungen entstehen durch die Umwandlung von Schallwellen in Nervenimpulse im Innenohr. Der Schallpegel bzw. die Schallpegel- Differenz wird in Dezibel (dB) angegeben. In Abhängigkeit von der Frequenz entspricht die Verdoppelung der Lautstärke etwa 6 - 10 dB.

Schallschutz ist ein komplexes und vielfältiges Thema, das ebenfalls immer die Betrachtung ganzer Bauteile erfordert. Im Wesentlichen geht es bei Konstruktionen im Innenausbau immer um die Verbesserung des Schalldämmmaßes, bezogen auf die Rohbaukonstruktion. Schalldämmende Materialien müssen über eine offene Oberfläche verfügen (Schallabsorbtion).

Luftschall

Der Schall wird von Menschen, Tieren, Maschinen etc. erzeugt und breitet sich in der Luft aus. Dieser Luftschall trifft auf Bauteile auf, wird teilweise reflektiert, teilweise in Wärme umgewandelt und an der gegenüberliegenden Seite als Luftschall wieder abgegeben, wenn die Schallschwingungen durch Schwingungen der schalleitenden Materie (Körperschall) weitergeleitet werden.

Massive Bauteile dämmen Luftschall ein.Maßgeblich ist immer die Verminderung der Lärmeinbringung des gesamten Bauteils, also z.B. einer Wand inkl. der Fenster bezogen auf einen Raum.

Körperschall

Der Schall überträgt sich durch Ausbreitung der Schallwellen in Bauteilen (z.B. Beton, Stein etc.). An der Körperoberfläche wandelt er sich in Luftschall um und wird erst dann vom menschlichen Ohr wahrgenommen. Körperschall kann einmal in der Konstruktion vorhanden innerhalb eines Gebäudes sehr weit geleitet werden.

Es ist also darauf zu achten, dass der Körperschallanteil aus dem Luftschall nicht geleitet wird (schalltechnische Trennung der Bauteile) und Körperschall durch Beanspruchung an der Grenzschicht nach Möglichkeit gar nicht entsteht.

Schallbrücken sind Schwächen in der Trennung von Bauteilen, Stellen also, wo die Trennung in der Planung nicht berücksichtigt wurde oder in der Ausführung Mängel entstanden sind.

Trittschall

Zu Trittschall werden fallende Gegenstände, Schritte etc. auf dem Fußboden und dessen Verbreitung (Körper- bzw. Luftschallausbreitung der angeregten Decke) gezählt. Es ist notwendig die Weiterleitung von Schall durch konsequente Trennung der Bauteile zu verhindern und zusätzlich durch das Erzeugen einer schwingenden Schale die Weiterleitung und teilweise auch die Entstehung von Luftschall zu behindern.

Verminderung dieser Schallart erfolgt z.B. durch Trittschalldämmung unter Holzdielenböden oder schwimmenden Estrich (= zwischen Tragkonstruktion und Estrich befindet sich eine Dämmschicht).


AutorIn:

Datum: 11.09.2010

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Bauplanung

Es ist eines der Dinge, von denen die meisten Menschen träumen: ein eigenes Haus bauen oder bauen lassen. Eventuell auch nur eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, aber dennoch: etwas Eigenes. Wie bei allen Träumen kann auch bei diesem einiges schief gehen, sind die Fallstricke doch um deutlich gefährlicher, wenn es um Gesamtsummen von mehreren Zehn- oder Hunderttausend Euro geht als bei kleinen Ausbesserungs- oder Renovierungsarbeiten.

Beim Expertengespräch der Austrian Standards war man sich einig, dass barrierefreies Bauen die Lebensqualität aller steigert. Dazu leisten Normen "einen wichtigen Beitrag zur Selbstständigkeit", sagt etwa Michael Bednar vom BMASK.

Die IG Lebenszyklus Hochbau hat einen neuen Leitfaden für Bauherren veröffentlicht. Erklärtes Ziel: Das ökologische, ökonomische und soziale Gesamtverständnis der Bauherren schärfen, sowie Transparenz und Fairness schaffen. Und das, indem die Verantwortungsbereiche und Strategie für die Umsetzung eines Bauprojekts eindeutig definiert werden.

Je nach Größe der Familie und Alter der Bewohner wird der Grundriss eines Eigenheims unterschiedlich aussehen. Soll das Eigenheim nicht in ein paar Jahren verkauft werden, müssen bei der Planung Faktoren betreffend Zukunft miteinfließen.

Die Jahre, in denen Fertighäuser in Architektenkreisen verpönt waren, sind vorüber. Heute widmen sich wieder mehr junge Architekten ganz ohne Berührungsängste der Planung und Gestaltung von Fertighäusern.

Was für Profis gang und gebe, sollte auch für Heimwerker und Bastler eine Selbstverständlichkeit sein: schützende Bekleidung, von Helm und Brille bis zu den Sicherheitsschuhen – nichts davon ist überflüssig.

Beim Thema Nachhaltigkeit geht es oft "nur" um eine Minimierung des Schadens den wir der Umwelt zufügen. Ökoeffektivität hingegen zielt auf eine Maximierung des Nutzens ab, den Objekte und Produkte für die Umwelt haben (könnten).

Barrierefreie Gestaltung bringt nicht nur höhere, verringert Stolperfallen, erleichtert die Bedienbarkeit und steigert damit den Komfort und die Lebensqualität für den Menschen in allen Lebensphasen.

Das Gebäude der Zukunft ist keine ferne Vision mehr. In immer größeren Schritten stellen sich Wissenschaft, Technik, Planung und Wirtschaft den Herausforderungen von heute und entwickeln, fördern und „erfinden“ das Haus von heute.