Was ist der SiGe-Plan?

Der Bauherr hat gemäß Bau KG dafür zu sorgen, dass vor Eröffnung der Baustelle ein Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan (SiGePlan) erstellt wird. Dieser ist für jede Baustelle verpflichtend, die mit besonderen Gefahren einhergeht.

Der Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan (SiGe-Plan) ist bei gefährlichen Arbeiten und bei großem Arbeitsumfang ist vom Planungskoordinator zu erstellen und spätestens zwei Wochen vor Beginn der Arbeiten an das zuständige Arbeitsinspektorat zu übersenden.

Unter Arbeiten, die mit besonderen Gefahren für Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer verbunden sind, versteht das Gesetz:

  • Arbeiten, bei denen die Gefahr des Absturzes, des Verschüttet werdens oder des Versinkens besteht
  • Arbeiten, bei denen die Gefahr des Ertrinkens besteht
  • Arbeiten, bei denen die Arbeitnehmer gefährlichen Arbeitsstoffen ausgesetzt sind
  • Arbeiten in der Nähe von Hochspannungsleitungen
  • Brunnenbau, unterirdische Erdarbeiten und Tunnelbau
  • Arbeiten mit Tauchgeräten, Arbeiten in Druckkammern
  • Arbeiten, bei denen Sprengstoff eingesetzt wird
  • Arbeiten mit ionisierenden Strahlen
  • die Errichtung oder der Abbau von schweren Fertigbauelementen


Inhalt des SiGe-Plans

Folgende Punkte muss der Plan auf jeden Fall enthalten:

  • Die für die betreffende Baustelle geltenden Bestimmungen über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
  • Maßnahmen bezüglich der Arbeiten, die mit besonderen Gefahren für die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer verbunden sind.

Daher sind die Bauzeit, die Baustelleneinrichtung, kollektive Sicherheitsmaßnahmen, gefährliche Arbeitsabläufe, besondere Schutzmaßnahmen, Erste-Hilfe-Einrichtungen, Notfallplanung wie Evakuierung, gefährliche Stoffe, Beleuchtung, etc. im Plan anzuführen. Der SiGe-Plan ist gemäß Arbeitsfortschritt und Änderungen anzupassen und muss allen betroffenen ArbeitgeberInnen, deren Präventivfachkräften und ArbeitnehmerInnen zur Verfügung stehen.


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Datum: 15.01.2018

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