Stadtvermessung Wien - Erstellung digitaler Straßenkarten

Auf der Mehrzweckkarte wird ganz Wien im Straßenbereich terrestrisch vermessen und innerhalb der Blöcke über Luftbildauswertung erfasst. Dadurch gibt es eine gemeinsame grafische Darstellung und digitale Verwaltung der Einbauten im öffentlichen Straßenraum.

Seit Mitte der 70er-Jahre arbeiten die Magistrate der Stadt Wien an der Digitalisierung der Straßen (mit ihren Achsen und der Begrenzungen der Baublöcke) aus der händisch gezeichneten Stadtkarte für ein Raumordnungssystem ("Räumliches Bezugsystem Wien - RBW").

Dabei wurden die Luftbildauswertungen der MA41-Stadtvermessung für die "Computerstadtkarte" digitalisiert. Die steigende Genauigkeitsanforderungen im Straßenraum für Einbauten etc. machten allerdings ein neues Projekt erforderlich, die Mehrzweckkarte. Dabei wird nun mit zwei verschiedenen Erfassungsquellen konsequent das gesamte Stadtgebiet homogen erhoben.

Ganz Wien (mit der Ausnahme der Lobau, des Lainzer Tiergartens und der Grünbereiche im Wienerwald und Bisamberg) wird im Straßenbereich "terrestrisch" vermessen und innerhalb der Blöcke über Luftbildauswertung erfasst. Diese Vorgangsweise konnte angewendet werden nachdem sowohl bei der terrestrischen Messung wie bei der Luftbildauswertung eine Automatisatonsunterstützung in der Messung und bei der Registrierung technisch möglich geworden war.

Das Projekt "digitaler zentraler Leitungskataster" für Wien steht unter der Leitung der Stadtbaudirektion der Stadt Wien. Ziel dieses Projektes ist eine gemeinsame grafische Darstellung und digitale Verwaltung der Einbauten im öffentlichen Straßenraum. In der Aufgrabungskundmachung werden Antragsteller für Aufgrabungen im Straßenraum verpflichtet, die Lage und Höhenlage der Einbauten digital zu melden.


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Datum: 11.09.2010

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