Verkehrserschließung

Falls noch keine Straße zu Ihrem Grundstück führt, erkundigen Sie sich bei der Baubehörde ihrer Gemeinde über geplante Straßenbauvorhaben. Sie sind im Falle des Straßenbaues dazu verpflichtet, Teile Ihres Grundes an die Gemeinde abzutreten.

Straßenbau

Falls noch keine Straße zu Ihrem Grundstück führt oder diese nur ansatzweise existiert (Staubpiste, kein Gehsteig), erkundigen Sie sich bei der Baubehörde ihrer Gemeinde über geplante Straßenbauvorhaben. Sie sind im Falle des Straßenbaues dazu verpflichtet, Teile Ihres Grundes an die Gemeinde abzutreten und einen Gehsteig herzustellen.

Fußgängerzone

Der Gehsteig ist vom Grundeigentümer herstellen zu lassen. Er kann dann später in das Eigentum der Gemeinde übergehen. Vergessen Sie bei dieser Gelegenheit nicht, dass sie wahrscheinlich eine Gehsteigüberfahrt genehmigen und herstellen lassen müssen, wenn Sie mit einem Fahrzeug auf Ihr Grundstück fahren wollen, z. B. um in Ihre Garage zu kommen.

Kostenzuschuss

Darüber hinaus ist die Gemeinde berechtigt bei einem erstmaligen Straßenbau (Straße und Parkplätze) und bei einem erstmaligen Anbau auf bisher unbebauten Bauplätzen einen Kostenbeitrag von den Anrainern einzufordern, der sich nach der anrechenbaren Breite der Straße und der Grundstücksbreite richtet. In Wien z. B. sind das 18,89 € pro m² (Stand Oktober 2001).

Vor Baubeginn

Die generelle Verkehrserschließung mit Lage und Dimensionierung der Zufahrt etc. wird im Zuge der Bauverhandlung verbindlich festgelegt.

Für einen reibungslosen Bauablauf ist es erforderlich, dass vor Baubeginn die Baustellenzufahrt behördlich genehmigt ist (z.B. Absperrung von öffentlichen Flächen, Aufstellung von Verkehrsschilder, etc.).
Die Errichtung, Betreuung und die diesbezügliche behördliche Abwicklung wird durch die Baufirma durchgeführt – sofern dies im Baumeister-Werkvertrag entsprechend vereinbart wurde.

Besonders in städtischen Gebieten ist es angebracht. vorab bei der Gemeinde nachzufragen, ob im betroffenen Bereich in naher Zukunft Aufgrabungsarbeiten oder sonstige Baumaßnahmen geplant sind. Durch Bauvorhaben in öffentlichen Bereichen (Aufgrabungen, Straßensanierungen etc.) kann es auch sein, dass innerhalb eines bestimmten Zeitraumes “Ihre” Arbeiten nicht durchgeführt werden können, da andere Firmen diesen Termin bereits reserviert haben.

Zufahrtsrampe

Beachten Sie bei der Planung und Herstellung der Grundstückszufahrt, Abfahrt bzw. Gehsteigüberfahrt, dass diese nicht zu große hohe Höhenunterschiede, zu steile Rampen bzw. zu starke Gefälleübergänge aufweist. Sie vermeiden damit das “Aufsitzen” von Autos mit geringer Bodenfreiheit bzw. langem Radstand.

Probieren Sie die (fast) fertige Zufahrt unmittelbar vor dem Aufbringen des letzten Belages mit einem beladenen, typischen Fahrzeug aus. Eventuelle Nachbesserungen und Korrekturen sind dann sofort, noch vor dem Aufbringen des Deckbelages (leicht) möglich.


Autor:

Datum: 25.03.2010

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Grundstück

Damit Ihr Haus letztendlich an der Stelle steht, an der Sie und Ihr Architekt es geplant haben, ist eine Absteckung erforderlich. Als Bauherr sind Sie üblicherweise verpflichtet die Hauptachsen Ihres Gebäudes und mindestens einen Höhenpunkt zu kennzeichnen.

Auf der Mehrzweckkarte wird ganz Wien im Straßenbereich terrestrisch vermessen und innerhalb der Blöcke über Luftbildauswertung erfasst. Dadurch gibt es eine gemeinsame grafische Darstellung und digitale Verwaltung der Einbauten im öffentlichen Straßenraum.

Die Behörde gibt auf dem eingereichten Plan die gültigen Bebauungsbestimmungen für Ihr Grundstück bekannt. Es werden die Baufluchtlinien mit rotem Stift eingetragen sowie alle weiterendas Gründstück betreffende Auflagen mitgeteilt.

Es wurde eine neue Blatteinteilung erforderlich, bei der ein Triangulierungsblatt durch parallele Linie unterteilt wird. Das Grundkartenwerk der Landesaufnahme wurde ebenfalls den Netzlinien der Gauß-Krüger-Projektion der neuen Blattteilung angepasst.

Der Ursprung des österreichischen Grundkatasters liegt im Grundsteuerpatent, welches am 23. Dezember 1817 eine Vermessung aller Grundstücke der deutsch- und italienischsprachigen Provinzen als Basis für die Besteuerung von Grund und Boden darstellte.

Zu den Aufgaben eines staatlich befugten und beeideten Ingenieurkonsulent für Vermessungswesen, kurz Geometer genannt,zählen neben der eigentlichen Vermessungstätigkeit der Schutz Ihres Eigentums am nicht vermehrbaren Grund und Boden.

Das Baugrundrisiko tragen Sie als Bauherr. Es müssen die Boden- und Wasserverhältnisse bekannt sein, um die richtige Gründungs- und Abdichtungsart wählen zu können, um ungleichmäßige Setzungen zu vermeiden, weswegen Baugrunduntersuchungen notwendig sind.

Ein alter Stein oder ähnliches muss nicht zwangsläufig die rechtliche Grundstücksgrenze markieren. Die exakte Grenzvermessung und die Festlegung der Grundstücksgrenze ist Aufgabe des staatlich befugten und beeideten Ingenieurkonsulent für Vermessungswesen.

Aus Bodengutachten ermittelt man Gründungsempfehlungen, diese Unterlagen werdeb den Planer zur Verfügung gestellt, daraus wird die statische Berechnung erstellt. Diesen Daten sind für die Gründung und Fundamentsgrundlage wichtig.