Wasserversorgung

Im Zuge der Planung wurde bereits geklärt, an welcher Stelle, in welcher Art und Dimension der Anschluss an die öffentliche Wasserleitung erfolgen kann und erfolgen soll. Es wurde überprüft, ob der bestehende Anschluss mit seinem Rohrdurchmesser und der Druck ausreichend sind, wo sich der Wasserzähler befindet und in welchem Zustand sich diese Anlagen befinden.

Um die Anlage in Betrieb zu nehmen und auf Ihren Namen anzumelden sollten Sie sich mit dem örtlichen Wasserversorger in Verbindung setzen.

Vor dem Baubeginn

Vorab soll geklärt werden, wo der Wasserzähler (im Haus oder in einem Wassermesserschacht – aber in jedem Fall frostsicher ) situiert wird, und wo die Wasserleitung in das Haus geführt wird. Da für die Baudurchführung ein Wasseranschluss notwendig ist, ist zumindest die Herstellung des Bauprovisoriums zeitgerecht durchzuführen.

Es muss eine gemeinsame Besprechung mit dem Wasserversorgungsunternehmen, der Verkehrsbehörde und vorsichtshalber mit allen anderen Ver- und Entsorgungsunternehmen angesetzt werden. In dieser Besprechung wird die Durchführung der Anschlussarbeiten (Aufgrabung, prov. Verlegung vorhandener Leitungen, Herstellung des Wasseranschlusses sowie die Wiederherstellung des ursprüngliche Zustandes festgelegt.

Ferner wird die Dauer der Arbeiten besprochen, sowie welche verkehrstechnische Maßnahmen (Absperrungen, Umleitungen etc.) erforderlich sind. Diese Besprechung wird in der Regel durch den Installateur zusammen mit dem Baumeister (der die Aufgrabungen durchführt) veranlasst und durchgeführt.

Es ist wichtig, dass der Installateur in seinem Vertrag mit dem Bauherrn ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass er alle diesbezüglichen Klärungen für seine Leistungen mit den Behörden und allen relevanten Unternehmungen selbst und zeitgerecht durchführen muss.

Durchführung

Ist auf dem Grundstück noch kein Wasseranschluss vorhanden und gibt es auch keinen öffentlichen Hydranten in unmittelbarer Grundstücksnähe, so muss vor Baubeginn der Wasseranschluss an das öffentliche Netz erfolgen. Es wird die Wasserleitung vom Anschlusspunkt an die öffentliche Leitung über eine Absperrung und einen provisorischen Wassermesser bis zu einer provisorischen Entnahmestelle auf dem Grundstück geführt, von der sich der Baumeister und die anderen Firmen während der Bauzeit das Wasser holen können.

Die Herstellung und Instandhaltung des Bauprovisorium kann in der Verantwortung des Bauunternehmens sein, sofern dies in der Leistungsbeschreibung Baumeisterarbeiten beschrieben und im Bauvertrag vereinbart wurde. Dabei hat er dafür zu sorgen, dass das Provisorium immer in einem funktionstüchtigen Zustand ist und –spezielle bei der Wasserversorgung - frostsicher geführt wird (dies muss in der Leistungsbeschreibung für den Baumeister angeführt sein.)

Nach Rohbaufertigstellung (zumindest des Kellers) erfolgt die Künettenherstellung. Die Wasserleitung wird dann in der Künette in frostsicheren Tiefe verlegt und in das Objekt geführt.

Alternativen

  • Ist ein Wasseranschluss an eine öffentliche Leitung nicht möglich, muss ein eigener Trinkwasserbrunnen auf dem eigenen Grundstück errichtet werden. Versuchen Sie sich von der Gemeinde Ratschläge über bereits gemachte Erfahrungen einzuholen. Setzen Sie sich mit einem oder besser mehreren Unternehmern (Brunnenbohrunternehmen sowie Installateur) in Verbindung und lassen Sie sich vor Beauftragung Kostenvoranschläge erstellen.
  • Eine Möglichkeit in entlegenen Gebieten Trinkwasser für mehrere Gebäude zu fördern und bereitzustellen ist die Gründung einer Wassergenossenschaft, die diese Aufgaben übernimmt und die Kosten auf die Mitglieder aufteilt.
  • Sollten Sie zu Bewässerungszwecken große Wassermengen benötigen, kann ein eigener Brauchwasserbrunnen sinnvoll sein. Die Bohrung eines eigenen Brunnens ist aufgrund der geringeren Anforderungen an das Wasser und bei günstigen Bodenverhältnissen eventuell eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Investition. Beachten Sie daß das so geförderte Wasser kein Trinkwasser ist. daher dürfen die entsprechenden Installationen keinesfalls an die Trinkwasserleitungen angeschlossen werden. Jedoch besteht die Möglichkeit das Brauchwasser über eigenen Leitungen zur Wasserversorgung Ihrer Toiletten zu nutzen, sofern alle Teile frostsicher ausgeführt sind.


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Datum: 11.09.2010

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