Bauen im Winter - nötige Maßnahmen

In der kalten Jahreszeit müssen verschiedene Maßnahmen getroffen werden, um das Bauwerk vor der kalten Witterung und ihren Begleiterscheinungen zu schützen. Das Wichtigste zur Baustelle im Winter.

Regen, Schneefall, Wind, Frost und Eis - die Witterung beeinflusst ein Bauwerk stark in den Wintermonaten. Auf jeder Baustelle kommt es daher in der kalten Jahreszeit zu speziellen Vorkehrungen und Maßnahmen, die Schutz bringen sollen. Zu den typischen Winterbaumaßnahmen zählen unter anderem zu Schlechtwetterschutzvorkehrungen bzw. Winterbauschutzvorkehrungen wie Notverglasungen, Abdeckungen, Umhüllungen, die Erwärmung des Bauwerks, Schneeräumung, Entfrostung und dergleichen mehr.

Winterbau als eigene Leistungsposition

Im Angebot bzw. der Leistungsbeschreibung für Baumeisterarbeiten sollten die Winterbaumaßnahmen als eigene Leistungspositionen oder als Pauschale angeführt sein. Falls diese Kosten nämlich nicht extra geführt sind, sondern zum Beispiel in die Einheitspreise eingerechnet wurden, kann es zu Unstimmigkeiten bei unvorhersehbaren Situationen, Terminverschiebungen, speziellen Wünsche der BauherrInnen etc. kommen. Abhängig von der terminlichen Situation Ihres Bauvorhabens sollten Sie überlegen, ob sich die Winterdichtmachung und Beheizung zumindest einzelner Baustellenbereiche überhaupt “rechnet”. So könnten Sie z. B für diverse Ausbauarbeiten günstige “Winterpreise” erzielen.

Winterbau besser vermeiden

Die Zeiten, in denen über den Winter die Baustellen ruhten, sind vorbei. Immer öfters sind auch private Baustellen über die kalten Monate in Betrieb. Dabei tun die kalten Temperaturen (ab plus 5 °C) den Materialien gar nicht gut, und eventuell gesparte Zeit wird durch hohe Reparaturkosten nach Wochen und Monaten wieder kompensiert. Eine besonders große Gefahr geht dabei von Schimmel und Algen aus, die sich vornehmlich in nassen und kalten Gebäuden im Mauerwerk ansetzen - Bedingungen, die im Winter an der Tagesordnung stehen. Auch Kleber und Mörtel, Putz und viele Farben verändern bei zu niedrigen Temperaturen ihre Materialeigenschaften. Wenn Sie also unbedingt im Winter bauen müssen, bleiben die oben erwähnten Maßnahmen wie gute Beheizung der Baustelle und Schutzabdeckung sämtlicher Materialien nicht aus.


AutorIn:

Datum: 20.12.2016

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Bauplanung

Die Jahre, in denen Fertighäuser in Architektenkreisen verpönt waren, sind vorüber. Heute widmen sich wieder mehr junge Architekten ganz ohne Berührungsängste der Planung und Gestaltung von Fertighäusern.

Was für Profis gang und gebe, sollte auch für Heimwerker und Bastler eine Selbstverständlichkeit sein: schützende Bekleidung, von Helm und Brille bis zu den Sicherheitsschuhen – nichts davon ist überflüssig.

Beim Thema Nachhaltigkeit geht es oft "nur" um eine Minimierung des Schadens den wir der Umwelt zufügen. Ökoeffektivität hingegen zielt auf eine Maximierung des Nutzens ab, den Objekte und Produkte für die Umwelt haben (könnten).

Barrierefreie Gestaltung bringt nicht nur höhere, verringert Stolperfallen, erleichtert die Bedienbarkeit und steigert damit den Komfort und die Lebensqualität für den Menschen in allen Lebensphasen.

Das Gebäude der Zukunft ist keine ferne Vision mehr. In immer größeren Schritten stellen sich Wissenschaft, Technik, Planung und Wirtschaft den Herausforderungen von heute und entwickeln, fördern und „erfinden“ das Haus von heute.

Durch die Einbeziehung von Qualitätsparametern in den Gebäudevergleich wurde eine Argumentationsgrundlage für die Errichtung qualitativ hochwertiger Bauten geschaffen. Ein Beitrag, Akzeptanz, Transparenz und Verbreitung der Gebäudebewertung zu erhöhen.

Nachhaltigkeit setzt sich aus den 3 Bausteinen Ökologie, Ökonomie und der sozialen Komponente zusammen. Oft kommt es heute zu einer einseitigen Betrachtung, durch einen starren Fokus auf nur eine Komponente – die Ökologie. Doch Nachhaltigkeit ist mehr.

In der Planungsphase wird bereits der "Grundstein" für spätere Baumängel gelegt. Vor allem bei der Beauftragung der richtigen Unternehmen ist Sorgfalt gefragt - auch aus Kostengründen. Gute Architektur muss vor allem fehlerfrei gebaut werden können.

Wer sich für ein individuell geplantes Haus entscheidet, geht davon aus, dass dieses entsprechend teurer sein wird. Das muss aber nicht immer stimmen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie auch bei Ihrem ganz persönlichen Haus die Kosten in den Griff bekommen können.