Ziegelfertigdecken mit und ohne Aufbeton

Fertigteildecken aus Ziegel weisen ein etwas schlechteres Schalldämmmaß als Stahlbetondecken auf, es sollten daher zusätzliche Maßnahmen, wie z.B schwimmende Fußboden-konstruktionen getroffen werden. Dann ist der Schall kein Problem mehr.

Vor allem in Ein- und Mehrfamilienhäusern eingesetzt, werden Ziegeldecken primär überall dort verwendet, wo auch das Mauerwerk eines Gebäudes aus Ziegeln errichtet wird, die aus gebranntem Ton hergestellt wurden. Konsequenter Weise werden Ziegeldecken daher auch aus baubiologischer Sicht empfohlen.

Im wesentlichen unterscheidet man Decken mit und ohne Aufbeton. Die Fähigkeit der Ziegeldecken, das Raumklima auf natürliche Art zu regulieren, indem sie mit Hilfe ihres hochkapillaren Gefüges überschüssige Feuchtigkeit aus der Raumluft aufnehmen und bei trockener Luft wieder abgeben, ist nur bei Ziegeldecken ohne Aufbeton gewährleistet.

Bei der Verlegung von Decken in den einzelnen Geschoßen, ist auf die erforderlichen Aussparungen für Leitungen (Frisch- und Abwasser) und Rauchfänge zu achten; aber auch die Gesamthöhe des Boden.- und Deckenaufbaues sollte schon bei der Planung berücksichtigt werden. Und da Mängelbehebungen im Deckenbereich ein überaus schwieriges Unterfangen sind, ist auf die Qualität der Materialien und der Ausführung ein besonderes Augenmerk zu legen.

Als baubiologisch optimal gilt eine Ziegeldecke ohne Aufbeton, mit - auf einer weichen Trennlage aus Woll- oder Kokosfilz verlegten - Polsterhölzern. Zwischen den Polsterhölzern ist eine Beschüttung aus wahlweise Kornschrot, Sägespänen, Perlit, Blähton, Hüttenbims-Splitt, Zellulosefasern oder Strohleichtlehm vorzusehen, darüber als Staubschutz Naturkrepp oder wachsimprägniertes Papier und auf diesem ein Pfosten- Schiff- oder Riemenboden. Als Bodenbelag wird ein Belag aus Kokos, Sial oder Wolle empfohlen.

Auf die Unterseite der Decke ist ein Kalk- oder Gipsputz anzubringen. Ist statt dessen ein Estrich vorgesehen, ist dieser schwimmend (ohne Kontakt mit dem Wandbereich) herzustellen, um eine ausreichende Trittschalldämmung zu gewährleisten.


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Datum: 05.08.2011

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