Aufbringen der Ausgleichsschicht

Ist die Reinigung und Grundierung des Bodens abgeschlossen, kann mit dem Aufbringen der Ausgleichsmasse begonnen werden. Der Fertigmörtel ist im vom Hersteller angegebenen Verhältnis mit Wasser abzurühren.

Vor dem Verfliesen eines Bodens ist es äußerst wichtig, den Untergrund absolut eben hinzubekommen. Möglich macht dies eine Ausgleichsmasse, die mit einem Rührquirl, der an der Bohrmaschine eingespannt ist, gießfertig anzurühren ist. Genaue Angaben zum exakten Verhältnis von Mörtel und Wasser, finden Sie auf der Verpackung. Die Mischung sollte 5 Minuten ruhen und danach nochmals durchgerührt werden. Die Ausgleichsmasse hat die richtige Konsistenz, wenn sie beim Ausgießen leicht dickflüssig am Boden verfließt. Wenn nachträglich Wasser oder Mörtel eingerührt wird, muss die Masse nochmals sorgfältig verrührt werden.

Auftragen der Ausgleichsmasse

Nach dem Abrühren wird die fertige Masse abschnittsweise auf den vorbereiteten Untergrund ausgegossen - dabei ist die auf der Verpackung angegebene "offene Zeit" zu beachten. Bei größeren Flächen ist sehr schnell zu arbeiten, da Fließestrich unbedingt nass in nass aufgebracht werden muss, damit die einzelnen Abschnitte ineinander fließen können. Dabei ist es sinnvoll, den für die gesamte Fläche benötigten Fließestrich in mehreren Kübeln gleichzeitig abzurühren, um dann zügig arbeiten zu können. Mit einem Stahlglätter lässt sich der Estrich leicht verteilen, die Masse verteilt sich von selbst gleichmäßig über den Untergrund. Wichtig ist dabei, dass zur Tür hin gearbeitet wird.

Für die Verlegung von keramischen Bodenbelägen auf besonders schwierigen Untergründen, z.B. auf alten Dielenböden, Gussasphalt oder Fliesen, gibt es in Fach- und Baumärkten ein großes Angebot an kunststoffvergüteten Ausgleichsmassen mit einem speziellen Haftzusatz, die ein gutes Einbetten des Belages ermöglichen. Um ein Einreißen der Ausgleichsmasse zu verhindern, sollten alte Holzböden mit Spanplattenschrauben fest am Untergrund verschraubt werden. Bei Holzdielen und Parkettböden kann nach der Grundierung zusätzlich ein spezielles Kunstfaservlies verlegt werden, um den Untergrund gut bearbeitbar zu machen.


AutorIn:

Datum: 24.08.2017

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Boden

Fertigparkette und Laminatböden werden immer schwimmend, also ohne Verklebung bzw. Anhaftung zum Unterboden verlegt. Die Fertigpaneele haben entweder Nut und Feder und werden verleimt oder mittels "Click-System" verlegt.

Beim Fliesen legen werden Sie um eine Sache kaum herum kommen: dem Fliesenzuschnitt! An Ecken und Kanten wird es knifflig, da ist eine sauber zugeschnittene Fliese das A und O. Dafür gibt es verschiedene Werkzeuge – wir stellen sie vor.

Natursteine wirken nicht nur im Garten edel und zeitlos. Auch in Haus und Wohnung sind sie Hingucker mit vielen guten Eigenschaften. Wie Natursteinböden verlegt werden, erfahren Sie hier.

Das Verfliesen wird oft selbst in die Hand genommen. Wichtig ist ein vorsichtiges und exaktes Vorgehen. Wir sagen Ihnen, welche Werkzeuge und Hilfsmittel zum Fliesen legen unerlässlich sind.

Holz ist ein natürlicher Baustoff, der "weiterlebt". Gerade bei Parkettböden entstehen dadurch im Laufe der Zeit mitunter störende Fugen. Wir sagen Ihnen, wie Sie dagegenhalten können.

Nicht jedes Parkett ist gleich. Die verschiedenen Varianten des sehr beliebten Bodenbelags unterscheiden sich je nach Herstellungs- und Verarbeitungsart. Ein Überblick.

Das Verlegen von Fliesen im Mörtelbett erfordert etwas Übung und eine gute Vorbereitung. Wir zeigen Ihnen hier Schrit für Schritt, wie die keramischen Beläge ins Mörtelbett gelangen.

Es gibt unzählige Holzarten, die bei uns im Innen- und Außenbereich Anwendung finden. Welche Hölzer welche Eigenschaften haben und wofür sie geeignet sind, erfahren Sie hier.

Bevor Sie sich ans Fliesenlegen machen, sollte der Untergrund entsprechend vorbereitet und vorbehandelt sein. Wir sagen Ihnen, wo die typischen Fallen lauern und worauf Sie unbedingt achten müssen in der Vorbereitungsphase.