Dehnungsfugen abdichten

Dehnungsfugen befinden sich an den äußeren Begrenzungen oder zwischen Belagflächen, in deren Bereich sich der Belag bei Temperaturschwankungen ausdehnen kann. Durch den Einfluss von Wärme und Kälte kann es bei großen Flächen zu Rissbildungen kommt.

Dehnungsfugen sind wichtig, um Rissbildung in einem Belag zu vermeiden. Sie sind der Puffer, in deren Bereich sich der Belag bei Temperaturschwankungen ausdehnen kann. Besonders wichtig sind diese bei Bodenaufbauten, da sie das Reißen oder Aufwölben von Nass- oder Trockenestrichen verhindern. Bei größeren Bauteilen können sich durch den Einfluss von Wärme und Kälte die Dimensionsänderungen so stark auswirken, dass es zu Rissbildungen kommt. Dehnungsfugen trennen große Flächen in kleinere Einzelfelder, und werden in der Regel dauerelastisch oder auch dauerplastisch verfugt.

So wird es gemacht

Vorhandene Dehnungsfugen müssen bei Renovierungsarbeiten erhalten bleiben. Bei bereits vorhandenen Rissen können zusätzliche Dehnungsfugen Abhilfe schaffen. Verwenden Sie zum Abdichten der Dehnungsfugen dauerelastischen Silikondichtstoff. Mit einer Auspresspistole aus einer Kartusche kann man die Fuge besonders leicht ziehen. Damit die Fuge gut haftet, muss die Fuge selbst und die Umgebung vollkommen trocken und staubfrei sein. Im Sanitärbereich werden Abdichtungen als Dreiecksfugen ausgeführt. Es wird nicht nur der obere Bereich der Fuge mit Dichtstoff gefüllt, sondern dieser muss auch an den Fugenrändern um einige Millimeter überstehen.

Führen Sie die Pistole mit gleichbleibenden Hebeldruck bis zum Fugenende oder in eine Ecke. Glätten Sie den Dichtstoff mit einem in Wasser befeuchteten Finger. Fügen Sie dem Wasser etwas Spülmittel zu und setzen Sie die Glättbewegung erst am Fugenende aus. Tipp: Um eine saubere Abdichtung zu erzielen, kleben Sie auf beide Seiten der Fuge ein Klebeband. Ziehen Sie dieses sofort nach dem Glätten des Dichtstoffs wieder ab.


AutorIn:

Datum: 24.08.2017

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Boden

Die Dämmung unter dem Estrich dient der Verbesserung von Schallschutz und Wärmeschutz. Welche Materialien dafür in Frage kommen und wie gedämmt wird, erfahren Sie hier.

Die Beschaffenheit des Untergrundes hat eine große Auswirkung auf die Qualität und Leistungsfähigkeit des Estrichs. Wie Sie den Boden vorbereiten müssen und worauf besonders zu achten ist.

Viele Estricharten benötigen eine so genannte Bewehrung zur Befestigung. Bewehrungen werden mit Matten oder Stäben, meist aus Stahl, ausgeführt. Hier die Details.

Spachteln, Imprägnieren, Versiegeln oder Abschleifen. Die Möglichkeiten, Estrichoberflächen für weitere Nutzung zu behandeln, sind vielfältig. Der Überblick.

Zur Estrichherstellung können unterschiedliche Bindemittel herangezogen werden. Dementsprechend werden auch verschiedene Estricharten unterschieden. Vom Lehmestrich bis zum Asphaltestrich - hier ein Überblick.

Nicht jedes Parkett ist gleich. Die verschiedenen Varianten des sehr beliebten Bodenbelags unterscheiden sich je nach Herstellungs- und Verarbeitungsart. Ein Überblick.

Das Verlegen von Fliesen im Mörtelbett erfordert etwas Übung und eine gute Vorbereitung. Wir zeigen Ihnen hier Schrit für Schritt, wie die keramischen Beläge ins Mörtelbett gelangen.

Es gibt unzählige Holzarten, die bei uns im Innen- und Außenbereich Anwendung finden. Welche Hölzer welche Eigenschaften haben und wofür sie geeignet sind, erfahren Sie hier.

Bevor Sie sich ans Fliesenlegen machen, sollte der Untergrund entsprechend vorbereitet und vorbehandelt sein. Wir sagen Ihnen, wo die typischen Fallen lauern und worauf Sie unbedingt achten müssen in der Vorbereitungsphase.