Estrich: Vorbereitung vom Untergrund

Die Beschaffenheit des Untergrundes hat eine große Auswirkung auf die Qualität und Leistungsfähigkeit des Estrichs. Wie Sie den Boden vorbereiten müssen und worauf besonders zu achten ist.

Bevor Sie sich daran machen, den Estrich zu verlegen, muss in einem ersten Schritt der Untergrund entsprechend vorbereitet werden - von der Reinigung bis zur Verlegung der so genannten Randdämmstreifen. Halten Sie sich an die folgenden Checkliste:

Der Untergrund muss sauber und staubfrei und frei von Verschmutzungen sein

  • Der Untergrund darf nicht gefroren sein.
  • Der Untergrund muss ebe nsein, da es sonst durch die unterschiedlichen Estrichstärken zu Qualitätsverminderungen insbesondere zu Rissbildungen kommen kann.
  • Auf den Rohdecken werden Haustechnikverrohrungen für Heizung, Sanitär und Elektro durchgeführt. Diese Einbauten müssen durch Beschüttungen so abgedeckt werden, dass eine ebene Oberfläche entsteht.
  • Oft werden bei der Dicke der Ausgleichs-Schicht Rohrkreuzungen nicht berücksichtigt. Wenn Rohre, insbesondere Heizungsrohre, aus der Ausgleichs-Schicht herausragen und vom Estrich berührt werden, kann es neben der Gefahr von Rissen auch zu Knackgeräuschen infolge der temperaturbedingten Rohrdehnungen kommen.
  • Sind die Untergründe (Rohdeckenoberflächen) stark verschmutzt, müssen sie, soferne dadurch die Estrichqualität beeinträchtigt wird, z. B. mit Sand- oder Kugelstrahlen behandelt werden.

Wichtiges zur Estrichherstellung und Verrechnung

  • Das Herstellen von Estrichen, ausgenommen Fließestrichen, auf vorhandenem Gefälle bis zu einer Neigung von 5 Prozent und von Ichsen und Graten wird nicht gesondert verrechnet.
  • Die Oberflächen werden in der Regel fein verrieben oder geglättet ausgeführt.
  • Es wird kein Unterschied gemacht, ob der Estrich händisch oder maschinell hergestellt wird.
  • Das Ausfüllen von Einbauteilen (z. B. Deckeln) mit Estrichmaterial wird nur dann verrechnet, wenn es nicht gleichzeitig mit der Estrichherstellung geschieht.
  • Zur Vermeidung von unkontrollierten Rissen müssen Schwindfugen angeordnet werden.
  • Müssen Dampfsperren angeordnet werden, so ist zu beachten, dass nicht verklebte oder verschweißte Schichten nicht als Dampfsperrschicht gelten. Als Dampfsperre ist eine Schicht zu verstehen, deren Stöße verklebt oder verschweißt sind, und die einer diffusionsäquivalenten Luftschichtdicke (sd) von mindestens 10 m entspricht.
  • Vor der Estrichherstellung müssen Untermauerungen von Zargenstöcken und Distanzschienen abgestemmt werden (Zusatzleistung).
  • Einerseits ist es der Baufirma freigestellt, ob sie den Zementestrich konventionell oder als Fließestrich herstellt. Wird aber der Fließestrich gewählt, so werden alle zusätzlichen Maßnahmen, wie z. B. die Verklebung der Trennschichten und das Abdichten von Öffnungen bis 0,5 m2 Einzelgröße nicht gesondert verrechnet.
  • Bei Estrichen mit fertiger Oberfläche, z. B. bei Terrazzoestrichen, wird die Randausbildung als Hohlkehle gesondert verrechnet.
  • Zur Vermeidung von Rissbildungen müssen im Bereich von Gebäudedehnfugen so genannte Dehnfugenprofile eingebaut werden.
  • Das Anarbeiten an Winkelrahmen und ähnlichen Bauteilen sowie bündigen Fußbodenkanälen wird gesondert verrechnet.

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Datum: 24.08.2017

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