Welche Bewehrung für den Estrich?

Viele Estricharten benötigen eine so genannte Bewehrung zur Befestigung. Bewehrungen werden mit Matten oder Stäben, meist aus Stahl, ausgeführt. Hier die Details.

 

In erster Linie sind es Zementestriche, die eine Bewehrung brauchen. Wenn der Estrich einen Bodenbelag bekommen soll, ist eine Bewehrung mit anzubringen, um eventuell auftretende Risse und den Höhenversatz der Risskanten zu vermeiden.

Beton weist bei geringer Zugfestigkeit eine hohe Druckfestigkeit auf. Die Bewehrung fungiert als eine Art Verbundbaustoff, der durch die Haftung zwischen dem Stahl und dem ausgehärteten Zement hohe Druck- und Zugfestigkeiten erreicht.

Matten, Stäbe, Fasern

Bewehrungen können auf unterschiedliche Weise ausgeführt sein. Man spricht von Stahlstäben oder -drähten, Bewehrungsmatten oder Fasern, die in Estriche eingebettet sind.

 

Faserbewehrung mit Stahl: Zur Bewehrung werden Stahldrahtfasern dem Estrich beigemengt. Auch Glasfasern werden oft verwendet. Die Fasern sind mit wasserlöslichem Kleber zu dosierbaren Streifen verklebt, und werden beim Mischen mit dem Estrich gleichmäßig verteilt. Die Biegezugfestigkeit ist gemäß ÖNORM B 2232 durch ein Prüfzeugnis einer hierfür autorisierten Prüfanstalt nachzuweisen.

Faserbewehrung mit Kunststoff: Zur Bewehrung werden dem Estrich hundert Prozent reine Polypropylenfasern beigemengt. Die Fasern werden bereits beim Mischen mit dem Estrich gleichmäßig verteilt. Für dieses System ist ein Prüfzeugnis einer hierfür autorisierten Prüfanstalt vorzulegen.

Bewehrung mit Estrichmatten: Sie sind nur dann empfohlen, wenn der Zementestrich (auf Dämmschicht) keramische oder Steinbeläge erhalten soll. Sinn ist die Rissvermeidung und das Schwinden vom Estrich. Statische Funktion erfüllt eine Mattenbewehrung hingegen keine. Die Matten bzw. Gitter bestehen aus verzinktem Betonstahl, die Stäbe sind etwa drei Millimeter im Durchmesser, die Maschenweite beträgt 50 bis 150 Millimeter.


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Datum: 23.08.2017

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