Grundtechniken des Malerns: Rollen und Spritzen

Um Farbe an die Wand zu bringen, haben Sie mehrere Möglichkeiten. Neben dem Streichen und feineren Techniken wie Tupfen, Arbeiten mit dem Schwamm oder auch Wischen eignen sich das Rollen und Spritzen für große Flächen besonders gut.

Wenn Sie Decken oder Wände malern möchten, verwenden Sie dafür am besten einen Roller. Für Ecken, Kanten und Hohlkehlen eignet sich ein kleiner Roller oder der Pinsel. Für Semiprofis gibt es auch die Spritztechnik, mit der innerhalb kurzer Zeit große Flächen "gestrichen" werden können.

Rollen am besten mit Stange

Nach dem Durchmischen der Farbe tauchen Sie den Roller vollständig in die Farbe ein und rollen ihn am Abtropfgitter ab. Dabei verteilt sich die Farbe gleichmäßig auf dem Roller. Beginnen Sie mit der Decke. Farbspritzer auf den Wänden können später noch leicht entfernt werden. Mit Hilfe einer Teleskopstange können Sie hohe Wände und vor allem die Decke bequem rollen. Wenn Sie die Decke fertig gemalert haben, beginnen Sie oben neben dem Fenster, durch das der Raum am stärksten belichtet wird. Rollen Sie von oben nach unten! Verteilen Sie die Farbe in Zick-Zack-Bahnen und verschlichten Sie durch senkrechtes Auf- und Abrollen. Arbeiten Sie beim Verschlichten immer ein Stück in das zuerst angelegte Feld hinein. Rollen Sie den Roller immer gut am Abtropfgitter ab, sonst entstehen hässliche Fettränder.

Besonders schnell geht's mit der Spritzpistole

Befriedigende Ergebnisse erhalten Sie beim Spritzen erst mit ein bisschen Übung. Probieren Sie zuerst auf kleinen Flächen, bei denen es nicht auf Perfektion ankommt. Denken Sie beim Spritzen auch an Ihre Gesundheit und tragen Sie immer eine Atemmaske.

Vor dem Verarbeiten muss die Farbe meist noch verdünnt werden, damit sie fließfähig ist. Lösemittelhältige Farben muss mit einer speziellen Kunstharzverdünnung, wasserverdünnbare mit Wasser angerührt werden. Anders als beim Streichen müssen beim Spritzen alle Flächen penibel abgeklebt werden. Führen Sie die Spritzpistole in einem Abstand von ca. 20 bis 30 cm zur Fläche. Achten Sie darauf, dass sowohl Abstand als auch Geschwindigkeit immer dieselbe bleiben, da es sonst zu so genannten Tropfnasen kommt.

Beginnen Sie mit dem abgeklebten Teil und spritzen Sie die Fläche in einem Zug. Wenden Sie ohne Unterbrechung und führen Sie die Pistole so zurück, dass der zweite Farbstreifen den ersten ungefähr zur Hälfte überdeckt. Falls eine zweite Schicht erforderlich ist, legen Sie diese über die erste, und zwar so, dass sich die Spritzgänge kreuzen. Beim Spritzen von Decken und Wänden oder bei Gegenständen mit Kanten (Schränke etc.) werden immer zuerst die Kanten gespritzt.


AutorIn:

Datum: 13.07.2017

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Innenwände

Haben Sie schon einmal von "Indigo" gehört? Oder von "Taupe"? Beides sind ausgefallene Farben, genauso wie Kahki oder Mauve. Im Interieurdesign bringen diese Farbexoten schöne charakterstarke Aktzente. Zeit, Ihnen die bekanntesten vorzustellen.

Sumpfkalk ist einer der ältesten Baustoffe überhaupt. Heute feiert er dank ökologischer Bauweise und Nachhaltigkeitsdenken ein Comeback. Zu Recht? Schauen wir uns diese Bauprodukt näher an.

Mit Tadelakt werden Wände, Böden, Wannen, Waschbecken und viele andere Oberflächen beschichtet. Ursprünglich kommt diese Putzart aus Marokko, wo sie seit Jahrtausenden von Berbern angewandt wird. Heute findet sich die Anwendung weltweit.

Zementfliesen werden im Gegensatz zu Keramikfliesen nicht gebrannt, sondern gepresst und dann getrocknet. Neben den traditionellen Musterungen in Jugendstilornamentik bieten die Hersteller heute auch moderne Interpretationen.

Eine Trockenbau-Ständerwand ist die Alternative zur „leichten“ massiven Innenwand aus schmalen Ziegeln etwa. Wie eine solche Zwischenwand aufgebaut ist, erfahren Sie hier.

Als Vorsatzschale werden Trockenbauplatten bezeichnet, die auf einer Unterkonstruktion an die Wand montiert werden. Durch eine Vorsatzschale wird der Schall- und Wärmeschutz von Massivwänden erhöht und eine Installationsebene geschaffen.

Trockenbauplatten aus Gips werden in Gipskarton- und Gipsfaserplatten unterteilt. Der Unterschied zwischen den beiden liegt in der Materialzusammensetzung einerseits, und der Verarbeitung andererseits.

Lackieren lässt sich alles - vom Holz bis zum Metall. Wir haben für Sie hier die wichtigsten Lacke und ihre Eigenschaften und Einsatzgebiete zusammengefasst. Damit Sie auch zum richtigen Produkt greifen.