Green Walls: Der Garten an der Innenwand

Zimmerpflanzen, die etwas auf sich halten, wachsen jetzt vertikal. Moose polstern Wände oder bilden kunstvolle Gemälde. Wohnräume werden ohne viel Platzaufwand zum Indoor-Dschungel mit Frischluftgarantie.

Begrünte Hausfassaden und Mauern gibt es ja schon seit Jahrhunderten, und nicht erst seit gestern werden viele Fassaden, gerade im städtischen Bereich, wieder ganz bewusst erobert von diesen „vertical gardens”. Doch das geht auch drin. Moderne Zimmerpflanzen bewachsen jetzt die Wände und sogar Böden unserer Wohnzimmer, Bäder, Kinderzimmer und Schlafzimmer.

artaqua.de © artaqua.de

Die Pflanzobjekte der green Edition von art aqua mit Philodendron auf Schallschutzkern, Dracaena oder Sansevieria sorgen für ein außergewöhnliches Ambiente im Wohnbereich.

Viele Wege führen zum Ziel

Pflanzschalenmodule im Baukastensystem, Substratmatten oder Vliestaschen. Alles ergibt am Ende eine begrünte Wand, deren Herzstück stets die ausgeklügelte Bewässerungstechnik ist. Ob mit direktem Wasserzu- und -abfluss oder in einem geschlossenen System, bei größeren Anlagen sollte die Bewässerung auf jeden Fall elektronisch gesteuert sein. Aus einem Wasserbehälter wird dabei das raumtemperierte und mit Nährstoffen versetzte Nass hochgepumpt und mittels dünner Schläuche direkt zu den Wurzeln der Pflanzen geleitet, die in einem Substrat verankert sind. Man kann sich das ganz ähnlich einer Tröpfchenbewässerung für die Gartenhecke vorstellen. Die vier bis sechs Wochen vorgezogenen Pflanzen werden in kleinstem Abstand aneinander gesetzt, so dass sich ein dichter, grüner Wandteppich bildet. Um richtig gedeihen zu können, brauchen die Pflanzen aber auch genügend Licht. Da die Installationen eher selten direkt am Fenster stehen, freut sich die moderne grüne Wand über eine spezielle Beleuchtung, die dank LEDs mittlerweile auch kein großes Loch mehr ins Budget reißt. Was für das Wohnzimmer eine mit exotischen Pflanzenfläche, ist für die Küche der vertikale Kräutergarten und fürs Bad eine Kombination aus Farnen und Moosen. Der Vorliebe für bestimmtes Grün ist so gut wie keine Grenze gesetzt.

Freund GmbH © Freund GmbH

Es muss ja nicht die ganze Wand sein. Diese lebendigen Bilder sorgen für Abwechslung im Raum.  

Geht das ohne Erde?

Schon die Hydrokultur hat gezeigt, dass Pflanzen nicht unbedingt Erde brauchen, um zu wachsen. Wasser und entsprechende Nährstoffe können sich die Wurzeln auch aus einem anderen Substrat oder aus Vlies saugen. Damit lässt sich die bei Erdkulturen häufig vorkommende Schimmelbildung bzw. ein Insektenbefall weitgehend vermeiden. Auch ErdenallergikerInnen wird's freuen.

Pflanzen brauchen Pflege. Immer!

Ganz klar, Pflanzen wollen gepflegt werden, auch wenn sie vertikal wachsen! Das heißt, mit einem gewissen Aufwand müssen Sie als Besitzer einer grünen Wand schon rechnen. So sollten abgestorbene Pflanzenteile und abgeblühte Blüten regelmäßig entfernt, zu üppiger Bewuchs eingekürzt und Kümmerlinge ersetzt werden. In einer Kräuterwand sollte regelmäßig geerntet werden, die vergilbten Blättchen sind auszuzupfen und gelegentlich muss auch eine Pflanze komplett erneuert werden. Je nachdem, welche Pflanzen in Ihrer Wand gedeihen, muss auch gelegentlich oder regelmäßig besprüht werden. Grundsätzlich ist das für Pflanzenliebhaber aber wohl kein Problem, jeder, der eine Topfpflanze daheim stehen hat, kenn die nötigen „Streicheleinheiten” ohnedies. Ist Ihnen der Aufwand für die Pflanzenwände jedoch zu hoch, so können bei vielen Anbietern auch Serviceverträge abgeschlossen werden. Dann kommt der Mann oder die Frau mit dem grünen Daumen regelmäßig vorbei und betreut Ihren wohltuenden wohltuenden Wohnzimmerdschungel höchstpersönlich.


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Datum: 29.07.2015

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