Nachhaltige, gesunde Inneneinrichtung mit Holzmöbeln

Umweltschutz gewinnt immer mehr Bedeutung in unserem Leben. Dabei geht es nicht nur um Energieeffizienz, sondern auch um ein gesundes Raumklima. Beides lässt sich sehr gut vereinen in einer auf Nachhaltigkeit bedachten Inneneinrichtung.

Holz ist ideal für eine nachhaltige Inneneinrichtung, denn es handelt sich um einen nachwachsenden Rohstoff. Viele Hölzer für die Möbelproduktion kommen aus heimischen Wäldern und haben daher keinen langen Transportweg. Holz verbessert zudem das Raumklima, weil es durch seine offenporige Oberfläche eine ähnliche Wirkung hat wie ein Luftfilter. Durch diese können Schadstoffe aus der Luft absorbiert werden. Wichtig dabei ist, dass das Holz möglichst unbehandelt ist, da Lacke die Oberflächen-Poren verschließen können. Der natürliche Look von Holz kommt ohne Behandlung zudem schöner zur Geltung.

Massivholzmöbel für ein angenehmes Raumklima

Neben der Luftfilter-Funktion hat Holz noch weitere Eigenschaften, die für ein angenehmes Raumklima sorgen. Die Aussage, dass dieser Rohstoff im Haus „arbeitet“, deutet es bereits an. Holz hat die Fähigkeit, sich je nach Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit zusammenzuziehen bzw. auszudehnen. Oder positiv für das Raumklima ausgedrückt: Es kann in einen trockenen, warmen Raum Feuchtigkeit abgeben sowie bei einem kühlen, feuchten Raum Wärme abgeben und Feuchtigkeit aufnehmen. Grundsätzlich hat Holz eine geringe Wärmeleitfähigkeit, sodass es sich immer angenehm anfühlt, es anzufassen oder darauf zu laufen. Es ist weder zu kalt noch zu warm.

Gut für Allergiker

Ein Holzboden ist auch sehr gut für Hausstaubmilbenallergiker geeignet. Unbehandeltes bzw. geöltes oder gewachstes Holz lädt sich kaum elektrostatisch auf. Das bedeutet, dass sich der Staub hier nicht so sehr absetzen kann wie bei Oberflächen, die ihn magnetisch anziehen wie zum Beispiel Kunststoff oder Metall. Damit verbessert sich die Wohnhygiene im Gesamten und der Aufwand beim Staubwischen ist geringer. Die Behaglichkeit und Wärme, die das natürliche Materiale ausstrahlt, tut schließlich auch der Seele gut – egal ob Allergiker oder nicht.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Wer bei der Inneneinrichtung nachhaltigen Gesichtspunkten folgen möchte, sollte beim Kauf von Holzprodukten einige Dinge beachten und Informationen über Massivholzmöbel und Böden einholen.

Herkunft des Holzes

Was die CO2-Emmissionen anbelangt, sollte man besser heimische Hölzer wählen als Tropenhölzer. Der lange Transportweg von Teak, Mahagoni oder Bangkirai aus den Anbauländern nach Europa stellt eine Belastung für die Umwelt dar. Besser sind heimische Eiche, Kiefer oder Buche.

Gütesiegel für nachhaltige Forstwirtschaft

Bei allen Holzarten sollte man darauf achten, dass sie aus kontrollierten forstwirtschaftlichen Wuchsgebieten stammen. Hierfür garantieren verschiedene Gütesiegel:

  • Zertifizierung des Fairen Handels
  • Siegel des Forest Stewardship Council® (FSC®)
  • Siegel des Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes (PEFC)
  • Blaue Engel
  • Europäisches Umweltzeichen
     

Echtheit von Massivholzprodukten

Wer Massivholzprodukte kauft, möchte natürlich auch dass sie tatsächlich aus massivem Holz bestehen. Bei preiswerteren Produkten wird öfters geschummelt. Laien sollten sich die Kanten und die Stirnflächen des Holzes genau ansehen. Echte Produkte erkennt man daran, dass sich dort sogenanntes Hirnholz befindet. Bei Massivholz sieht man hier Jahresringe, Segmente und teilweise Poren. Diese Optik kann nicht durch Folierung imitiert werden.

Verwendungszweck

Nicht zuletzt ist beim Kauf von Holzprodukten auch zu bedenken, wo und wofür man sie verwenden möchte. Im Kinderzimmer sollte man besonders darauf achten, dass die Produkte nicht lackiert sind, da kleine Kinder gerne Gegenstände in den Mund nehmen bzw. ihre Haut in Kontakt damit kommt. Trotzdem sollten die Produkte natürlich robust sein, damit die Kinder toben können. Möchte man Holz im Badezimmer verwenden, sollte man dafür geeignete Arten auswählen. Kriterien für die Badezimmer-Eignung sind zum einen, dass das Holz nicht zu stark auf Luftfeuchtigkeitsveränderungen reagiert, und zum anderen, dass es robust genug für Putzmittel ist. Geeignete Holzarten, auf die beide Kriterien zutreffen, sind beispielsweise Teak, Buche oder Lärche.


Autor:

Datum: 13.04.2016

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