Innentüren: Je früher geplant, desto besser

Bereits bei der Raumplanung am Reißbrett spielt die Planung der Innentüren eine Rolle. Zahl, Art, Anordnung und Größe der Türen sollten jetzt festgelegt werden.

Auch wenn die Innentüren selbst erst relativ spät im Zuge des Innenausbaus eingebaut werden, sollten Sie sich bereits spätestens bei der Raumaufteilung Ihrer Wohnräume, also der Grundrissplanung, mit dem Thema Innentüren beschäftigen. Denn die Anzahl, die Türart, ihre Durchgangslichten und Anordnung müssen bereits im Rohbau feststehen.

Je höher und breiter, desto besser

Planen Sie die Innentüren in Breite und Höhe großzügig. Bedenken Sie dabei, dass ein Türumbau im Nachhinein aufwändig und teuer kommt. Enge (75 cm) schmale Türen sollten nur im Notfall verwendet werden. Heute sind Türen von 85 bis 90 cm oder noch breiter Standard. Nicht nur aufgrund der freieren Optik, sondern nicht zuletzt aufgrund der geforderten Barrierefreiheit.

Auch in der Höhe sollte man vorhandene Möglichkeiten nützen. Es werden zwar die meisten Menschen bei einer Höhe von 1,90 cm aufrecht durchgehen können, aber wenn von den baulichen Gegebenheiten die Möglichkeit einer 2,50 cm hohen und entsprechend breiten Tür gegeben ist, dann sollte man das schon aus optischen Gründen nützen.

Diese Fragen sollten Sie bei der Planung klären

Links oder rechts? In welche Richtung soll sich die Tür öffnen lassen? Bei einer "rechten Tür" sind die Bänder rechts sichtbar und bei einer "linken Tür" eben links.

  • Welche Art von Tür soll eingesetzt werden: einflügelig, zweiflügelig oder Schiebetür (vor oder in der Wand)?
  • Wie hoch und breit sind die jeweligen Türen?
  • Haben die Türblätter genügend Freifläche zum Schwingen? D. h. stoßen sie nicht mit anderen Türen zusammen bzw. behindern sie nicht die spätere Möbelstellung? Jede Tür sollte sich mindestens 90° öffnen lassen.
  • Wo sind im Fußboden die Belagstrennfugen anzuordnen?
  • Gibt es einen Niveauunterschied im Fußboden und ist eine Stufe festzulegen?
  • Wie ist die Wand (Ziegel, Rigips, Beton usw.) beschaffen und welches Einbausystem verwende ich?

Die Berechnung der Maueröffnung

Das entscheidende Maß für den Maurer ist die so genannte Mauerlichte. Sie ist das Maß der Wandöffnung, in die das Türelement später eingesetzt wird. In den Bauplänen sind hingegen Durchgangsbreite und Durchgangshöhe bei eingesetztem Türstock eingetragen.

Innentüren

Um das Maß der Mauerlichte zu bekommen rechnet man zur Durchgangsbreite des Bauplanes plus 8 cm und zur Durchgangshöhe plus 4 cm.

Abschlusstüren und Feuerschutztüren

Durchgangsbreite plus 13 cm und Durchgangshöhe plus 6,5 cm.


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Datum: 29.03.2010

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