Altbau: Wohnraumlüftung nachrüsten

Gerade nach Fenstertausch und Fassadendämmung leiden die BewohnerInnen von Altbauen oft unter einem veränderten Wohnraumklima, Schimmel und hoher Luftfeuchtigkeit. Abhilfe schafft eine kompakte Wohnraumlüftung zum Nachrüsten.

Welche Möglichkeiten gibt es, im Altbau zu einer kontrollierten Wohnraumlüftung zu kommen? Die BewohnerInnen von Wohnungen, bei denen Fenster getauscht und Fassaden gedämmt wurden, klagen in den folgenden Wochen oft über Kopfschmerzen, Konzentrationsproblemen und haben in weiterer Folge nicht selten mit Schimmel zu kämpfen. Schuld daran ist der weggefallene Effekt der "Dauerlüftung" durch undichte Fenster und Wände. Sauerstoffsatte Frischluft - Fehlanzeige. Die Wohnung ist jetzt eben "dicht"...

Lüften oder lüften lassen

Eine Möglichkeit ist natürlich, regelmäßig zu lüften, vielleicht sogar dauerzulüften mit Hilfe angekippter Fenster, was aber ganz klar den Nutzen der Sanierungsmaßnahmen aushebeln würde. Die bessere Alternative: In die Wand nachrüstbare Luftaustauschmodule. Diese Lüftungsgeräte verfügen über Wärmetauscher, Filter und Ventilatoren, die den Luftaustausch in den Räumen automatisch regeln.

Die Steuerung erfolgt über Schalter oder Fernsteuerungen, die die Lüftungsmenge regulieren. Für die Nachrüstung ist etwa ein Lüfter pro Raum notwendig. Die Ansaugung und Luftabgabe erfolgen über die Außenwand. Die dafür nötige Fassadenbohrung ist bei einer gedämmten Fassage jedoch ohne Wärmebrücken zu bewerkstelligen. Erkundigen Sie sich im Fachhandel über passende Möglichkeiten.


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Archivmeldung: 17.09.2015

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