Terrakotta & Co: Natursteine am Boden

Natursteine wirken nicht nur im Garten edel und zeitlos. Auch in Haus und Wohnung sind sie Hingucker mit vielen guten Eigenschaften. Wie Natursteinböden verlegt werden, erfahren Sie hier.

Mittlerweile kann unter mehr als 10.000 Steinen aus aller Welt gewählt werden. Natursteine werden in großformatigen Blöcken (Schiefer als Platten) im Steinbruch gewonnen und in den Naturwerksteinbetrieben auf das gewünschte Format geschnitten. Hinzu kommen noch eine ganze Reihe möglicher Oberflächenbearbeitungen des jeweiligen Natursteins, von auf Hochglanz poliert bis geschliffen, von gebürstet und satiniert bis zu sandgestrahlt. Je nach Bearbeitung wirkt der Stein dann entweder elegant oder rustikal.

 

Natürlich heißt einzigartig

Die von so manchen HausbesitzerInnen geforderte Garantie, dass der georderte Stein genauso aussieht wie im Katalog, gibt es nicht. Dafür bekommen Sie aber ein Produkt, das einzigartig ist. Das Format der Natursteinplatten wird nur durch die Größe der Rohblöcke begrenzt und nicht durch Standardmaße eingeschränkt, die durch die Produktion vorgegeben sind. Die Plattenformate können individuell den Bedürfnissen der Planung angepasst werden. Alle beliebigen Formen wie Dreiecksplatten oder Kreise sind lieferbar. Das verschafft den Natursteinen einen Vorteil gegenüber den Fliesen. Eine Treppenstufe muss zum Beispiel nicht verfugt werden, da schon eine einzige Platte reichen kann. Auch für Wandverkleidungen können durchgehende Platten gewählt werden. Der Vorteil: Kein Schmutz dringt in die Fugen ein.

Natursteinplatten am beliebtesten

Neben Platten kann auch Massivstein verwendet werden. Treppenstufen können beispielsweise aus massiven Blöcken hergestellt werden und nicht nur als dünne, plattenförmige Treppenbeläge. Der Siegeszug von dünnen Naturstein-Bodenplatten hält jedoch unvermindert an. Bei Umbauten kann somit problemlos Naturstein eingesetzt werden und zwar in jeder beliebigen Bearbeitung. Der Standard bei Naturstein-Arbeitsplatten für die Küche etwa sind drei Zentimeter Dicke, der Trend geht aber Richtung vier bis sechs Zentimeter. So wirkt die Platte massiver.

Antonio Gravante/shutterstock.com © Antonio Gravante/shutterstock.com

Standard: Dünnbettverfahren

Generell dürfen Natursteine nicht verlegt werden, wenn die Raumtemperatur weniger als 5 Grad Celcius beträgt und auch während der Zeit bis zur vollständigen Austrocknung sollten die Temperaturen nicht rasch steigen oder sinken. Bei der Verarbeitung gelten klare Normierungen:

  • Fugenmörtel: ÖNORM EN13888
  • Fugendichtstoffe: ÖNORM EN 15651
  • Klebemörtel/Klebstoffe: ÖNORM EN 12004

Die Natursteinplatten können je nach Aufbauhöhe, Untergrund und Material auf drei Arten verlegt werden: Im Dünnbett, im Mittelbett oder im Dickbett. Die Dünnbettverabeitung ist die Variante für Platten mit einer Dicke von maximal fünf Millimetern. Im Mittelbettverfahren wird in Klebemörtel mit einer Dicke von mindestens fünf bis maximal 20 Millimetern verlegt. Das Dickbettverfahren schließlich wird nicht geklebt, sondern gemörtelt. Sind Fugen notwendig, wird spezielles Silikon, das auf den jeweiligen Naturstein abgestimmt ist, verwendet.


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Datum: 29.08.2017

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