Finish für den Estrich

Spachteln, Imprägnieren, Versiegeln oder Abschleifen. Die Möglichkeiten, Estrichoberflächen für weitere Nutzung zu behandeln, sind vielfältig. Der Überblick.

Meist ist der Estrich nur Basis für den darauf folgenden Bodenbelag. Möchten oder müssen Sie seine Oberfläche behandeln, haben Sie dafür mehrere Möglichkeiten. Wichtig kann dies sein, wenn der Estrich beschädigt ist (etwa durch das Entfernen alter Bodenbeläge) oder um ihn vor Absandung zu schützen, welche durch die mechanische Beanspruchung die Estrichoberfläche eintreten kann. Hier die gängigsten Methoden.

Spachteln

Gespachtelt wird aus verschiedenen Gründen. Haben Sie zum Beispiel einen alten Bodenbelag entfernt, kann es dabei zu Beschädigungen vom Estrich oder zu Rückständen am Untergrund gekommen sein. Diese gilt es auszugleichen bzw. zu reparieren, um eine gute Basis für den neuen Bodenbelag zu schaffen.

Für die Verlegung neuer Beläge, zum Beispiel von Fliesen im Dünnbett, muss der Untergrund eben sein. Alte Estriche weisen aber oft Unebenheiten, Risse und Dellen auf. Mittels Spachtelung wird der Untergrund plan. Besonders wichtig ist die richtige Materialwahl: Die Bestandteile der Spachtelmasse müssen so beschaffen sein, dass sie weder dem Estrich noch den Bodenbelägen schaden. Außerdem müssen die einzelnen Komponenten zusammenpassen.

Versiegeln

Zum Schutz der Estrichoberfläche kann auch versiegelt werden. Die Versiegelungen können Ein- oder Mehrkomponenten-Kunststoffprodukte, Kunstharzbeschichtungen oder Epoxidharz-Versiegelungen sein. Durch die Versiegelungen können die Oberflächen verfestigt, ölbeständig oder säurebeständig ausgeführt werden. Wurde die Estrichversiegelung fachgerecht aufgebracht, ist sie über mehrere Jahre haltbar. Bei hoher mechanischer Belastung sollte aber nach spätestens fünf Jahren neu versiegelt werden.

Imprägnieren

Eine Imprägnierung bzw. Tiefenimprägnierung aus Epoxidharz verfestigt Estrichflächen und macht sie verschleißfest, staubfrei. Zudem kann sie vor Benzin-, Öl- und Tausalzeinwirkungen schützen. Die Imprägnierung dringt in den Untergrund ein, wirkt kapillarverengend und schließt Haarrisse. Je höher die Eindringtiefe, desto dauerhafter ist die Imprägnierung. Achtung: Ist der Untergrund unterschiedlich saugfähig, kann es zu Schattierungen kommen. Um den Schattierungen entgegenzuwirken, können der Imprägnierung auch Farbpigmente zugesetzt werden, die aber die Tiefenwirkung aufheben können. Unter UV-Licht kann sich die Imprägnierung verfärben.

Schleifen

In kurzen Worten: Wenn Sie Ihren Estrich abschleifen, wird die Oberfläche glatt. Werden Zusatzmittel beigegeben, kann auch eine öldichte Oberfläche hergestellt werden. Ein wunderbarer Nebeneffekt: Durch die intensive Oberflächenbehandlung werden die Querschnitte der Steine sichtbar und was am Ende herauskommt, ist nicht selten ein Boden, der an Terrazzo erinnert.


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Datum: 23.08.2017

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