Parkettboden vs. Laminat - ein Vergleich

Jeder Bauherr in Österreich steht vor unzähligen Herausforderungen. Ein niedriges Zinsniveau sorgt zwar dafür, dass die eigene Immobilie attraktiver wird. Bevor man jedoch Kartons zusammenpacken kann, sind verschiedene Hürden zu überwinden. Gerade in der Planungsphase verlieren sich angehende Immobilienbesitzer schnell in Details und vergessen den Blick fürs Wesentliche.

Ein Detail, das immer zu klären ist, betrifft den Bodenbelag. Neben Teppichböden steht die Frage im Raum, ob man sich eher für das natürliche Parkett entscheiden soll oder doch lieber den Laminatfußboden favorisiert? Wo liegen eigentlich die Unterschiede zwischen beiden? Generell wird Laminat als günstige Variante des Parketts angesehen. Ist diese Aussage in der Praxis haltbar?

Parkettboden - Langlebigkeit aus Echtholz

Holz ist ein klassischer Baustoff – auch in Österreich. Über Jahrhunderte hat man daraus nicht nur Dielenböden, sondern auch ganze Häuser gebaut. In den Nachkriegsjahren wurde der Baustoff seltener. Als Parkett ist Holz auch heute noch für den Bodenbelag in Gebrauch. Gerade wenn es um einen hochwertigen Fußboden geht, der ein gewisses Ambiente ausstrahlt, überzeugt der Parkettboden. Wo liegen dessen Vorteile?

Im Vergleich zu anderen Materialien, die für moderne Fußböden verwendet werden, kann Parkett mit verschiedenen Vorzügen punkten. Es:

  • wirkt regulierend auf das Raumklima
  • besticht durch die natürliche Optik
  • neigt weniger stark zu Fugenbildung
  • lässt sich nachträglich bearbeiten.

    Die besonderen Vorzüge für den Parkettboden liegen also in erster Linie in den Bereichen Ambiente und Wohlfühlflair. Parkettboden von MEISTER zeigt dabei, dass sich auch heute noch viele verschiedene Muster und Farben nutzen lassen, ohne dass die Qualität darunter leidet.

Aber: Wer über den Parkettboden nachdenkt, muss sich auch im Klaren darüber sein, dass das Ganze zur Herausforderung werden kann. Warum? Einer der großen Nachteile im Vergleich zu anderen Fußböden ist der Preis. Wo es wirklich ein Parkettboden sein soll, muss man einfach bereit sein, die höheren Kosten zu finanzieren.

Gleichzeitig ist mit noch ganz anderen Nachteilen zu rechnen. Parkett ist und bleibt ein Naturprodukt. Gerade auf mechanische Beanspruchungen kann es empfindlich reagieren. Gleiches gilt für Nässe, welche die Qualität des Fußbodens wesentlich beeinflusst. Die Folge: Parkett will intensiv gepflegt werden. Dies gilt für die Reinigung – aber auch den Umgang mit dem Fußboden im Allgemeinen. Kratzer werden auch bei guter Pflege kaum zu vermeiden sein, weshalb man das Parkett früher oder später wird abschleifen müssen.

Paul Tessier/shutterstock.com © Paul Tessier/shutterstock.com

Laminat - die günstige Variante

Laminat ist das „Parkett des armen Mannes“. Diese Zuschreibung ist inzwischen schlichtweg falsch. Sehr hochwertige Laminatböden erreichen heute ebenfalls Quadratmeterpreise jenseits der 20 Euro – und können zumindest an dieser Stelle mit dem Parkettboden konkurrieren. Aber: Wer Laminat verlegen will, kann den Bodenbelag auch deutlich günstiger bekommen. Welche besonderen Vorteile zeichnen das Laminat als Bodenbelag aus?

Ein wesentlicher Vorteil ist natürlich der Preis – gerade wenn es um eine Verlegung von Laminat in der gesamten Wohnung geht. Darüber hinaus punktet das Material auch in den Bereichen:

  • Robustheit
  • Verarbeitungsfreundlichkeit
  • Optik.
     

Generell gilt Laminat, da es sich hier um ein Verbundprodukt handelt, als sehr widerstandsfähig und robust. Inzwischen häufig als Click-Laminat angeboten, bleibt auch das Verlegen relativ unkompliziert. Ein weiterer Pluspunkt ergibt sich aus der Tatsache, dass Laminat heute durchaus mit einer Fußbodenheizung kombiniert werden kann.

Fakt ist: Laminat überzeugt. Auf welche Nachteile muss man gefasst sein? Zwar ist ein Laminatboden robust, Belastungen gehen an ihm aber nicht spurlos vorbei. Anders als Parkett, das sich abschleifen und wieder versiegeln lässt, muss das Laminat am Ende ausgetauscht werden. Ein weiterer Minuspunkt sind die nicht immer optimalen Trittschalleigenschaften. Hier haben die Hersteller inzwischen durch Kombiprodukte mit aufgeklebter Trittschalldämmung reagiert. Aber: Diese Variante ist in den Anschaffungskosten wieder etwas teurer.

Fazit: Schönheit liegt im Auge des Betrachters

Laminat oder Parkett – jeder Österreicher, der seine Wohnung grundlegend renoviert oder ins eigene Haus ziehen will, steht vor dieser Frage. Die Antwort ist pauschal schwierig, wenn nicht sogar unmöglich. Letztlich spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Es kommt nicht nur auf die Optik und den Wohlfühlaspekt an. Vielmehr ist zu klären, welchen Belastungen der Fußboden ausgesetzt wird oder ob die Verlegung einer Fußbodenheizung geplant ist. Letztere favorisiert sicher das Laminat als Fußboden. Gleiches gilt für Räume, in denen der Boden starker Beanspruchung unterliegt – etwa im Kinderzimmer.

Wer sich stattdessen fürs Parkett entscheidet, muss auch zur Pflege seines neuen Fußbodens bereits sein. Stimmt dieser Aspekt, kann ein Parkettfußboden mehrere Jahrzehnte alt werden. Geht man mit diesem Naturprodukt allerdings nachlässig um, ist schon nach wenigen Jahren das erste Abschleifen durchzuführen. Der Laminatboden bleibt pflegeleichter – lässt sich dafür aber auch nicht nachbehandeln und muss schneller ausgetauscht werden.


Autor:

Datum: 02.11.2015

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