Gipskarton- oder Gipsfaserplatten?

Trockenbauplatten aus Gips werden in Gipskarton- und Gipsfaserplatten unterteilt. Der Unterschied zwischen den beiden liegt in der Materialzusammensetzung einerseits, und der Verarbeitung andererseits.

Kein Trockenbau ohne Gips. Zumindest fast. Neben Lehm, Stroh und Holzfaserdämmplatten ist dieses Material mit Abstand das am häufigsten eingesetzte und beliebteste im Trockenbau. Gründe dafür sind in erster Linie seine Vielseitigkeit, seine einfache Verarbeitung und der niedrige Preis. Zum Einsatz kommen zwei Plattentypen: Die Gipsfaserplatten, und die Gipskartonplatten.

Faser oder Karton? Die Unterschiede

Grundsätzlich bestehen die Trockenbaugipsplatten entweder aus Naturgips oder synthetischem REA-Gips. REA-Gips ist ein Abfallprodukt, welches bei der Rauchgasentschwefelung in Kohlekraftwerken entsteht – und zwar in großen Mengen.Gipsfaserplatten werden unter der Zugabe von Zellulosefasern (aus Altpapier) hergestellt, können aber auch Stahl- oder Glasfasern als verstärkende und feuerhemmende Elemente beinhalten. Der Gipskartonplatte werden zum Erreichen der Endfestigkeit keine Zellulosefasern zugesetzt, sondern sie wird mit Kraftpapier aus Altpapier gänzlich umschlossen. Feuchteschutz wird in beiden Fällen durch Imprägnierung mit Silikonverbindungen erreicht.

Verarbeitung der Platten

Ein weiterer Unterschied besteht bei der Verarbeitung der Platten. Die Gipskartonplatte wird mit einem Messer einseitig eingeritzt und an dieser Stelle gebrochen. Bei der Gipsfaserplatte muss diese sollbruchstelle etwas stärker ausgeführt werden, da sie aufgrund ihrer verstärkenden Zellulosefasern nicht so leicht bricht und die Kanten etwas ausfransen. Die Befestigung erfolgt mit speziellen Trockenbauschrauben.


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Datum: 19.07.2017

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