Shōji: Wände aus Papier

Nicht nur was für Fans der fernöstlichen Kultur: Japanische Shōji, das sind verschiebbare Wände aus Papier und Holz. Sie können vielseitig eingesetzt werden und sorgen für eine fast schon meditative Leichtigkeit in Ihrem Zuhause.

Die starren Raumaufteilungen, wie wir sie noch aus den letzten Jahrzehnten kennen, werden immer mehr abgelöst von offenen Strukturen und flexiblen Wohnraumlösungen. Die Abtrennung von Ess- oder Wohnzimmer beispielsweise, eine in einen anderen Raum integrierte Home-Office-Ecke oder ein schnell adaptiertes Gästezimmer, etwa mit HIlfe einer Schlafcouch, die im Arbeitszimmer steht. Vielfach wird dafür ein Raum rasch abgetrennt, zum Beispiel mit Hilfe eines bodenlangen Vorhangs oder eines Paravents.

Eine andere Lösung bietet die japanische Tradition, die nun auch immer mehr in unsere vier Wände eindringt. Dort werden Innen- wie Außenwände traditionell durch Shōji ersetzt – verschiebbare Wände aus einer Holz-Papier-Konstruktion.

Leicht und elegant

Der Vorteil dieser Papierwandlösung ist ihre besonders einfache Handhabung, etwa im Gegensatz zu einem Vorhang. Ein zarter Schubser mit der Hand und die Rollwand gleitet geräuschlos zur Seite. Ein weiterer Pluspunkt: ein Shōji ist lichtdurchlässig. Vor allem in Kombination mit großen Fenstern oder Terrassen wird dabei merklich weniger Licht geschluckt als mit Lösungen aus Textil. Natürlich muss sich unsere Wohnkultur an eine solche Bauweise erst einmal gewöhnen. Aber lohnen tut sich das allemal.

Zurzeit werden die meisten Shōjis in Deutschland als Türen für Kleiderschränke eingesetzt. Mit etwas Platz lässt sich daraus übrigens schnell ein begehbares Exemplar schaffen. Das wiederum tut der Schlafzimmeratmosphäre gut.

Holz und Papier müssen stimmen

Zu beachten ist, dass nicht alle Hölzer für Shōjis geeignet sind. Astlöcher oder zu starke Maserung wirken unruhig. Die Holzoberfläche wird dann gebeizt, lackiert, gebürstet, geölt oder geweißt. Wird original japanisches Papier verwendet, besteht dies aus verschiedenen Pflanzenfasern und ist sehr reißfest. Und kommt es doch mal zu einer Beschädigung an einem der Papierfenster, kann das beschädigte Papier einfach abgetrennt und ein neues drauf geleimt werden.


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Datum: 02.05.2016

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