Do it yourself: Innenwände verputzen

Ein Innenputz speichert Feuchtigkeit, bietet eine glatte Grundlage für weitere Anstriche, Beläge oder Fliesen, trägt zum Schallschutz bei oder sieht einfach gut aus. Hier finden Sie eine Schritt-für-Schritt Anleitung zum Verputzen.

Ist das Mauerwerk fest, trocken und tragfähig? Haben Sie alle losen Teile entfernt? Dann kann es losgehen. Achten Sie darauf, dass die Raumtemperatur mindestens fünf Grad Celsius beträgt, andernfalls funktioniert die Verarbeitung des Innenputzes nicht. Legen Sie zuerst Abdeckfolien am Boden aus und bringen Sie Malerkrepp über Steckdosen, Lichtschalter etc. an. Sie können damit auch die Übergänge zur Decke oder anderen Wänden, die nicht verputzt werden sollen, abgrenzen bzw. Muster und klare Linien schaffen.

Erster Schritt: Je nach Putzart und Untergrund wird zuerst die passende Grundierung aufgetragen. Sie sorgt dafür, dass der frische Putz an der Wand hält, keine Risse zieht oder gar abbröckelt. Bei Untergründen wie Beton, Kalksandstein oder Ziegelmauerwerk sollten Sie eine Grundierung wählen, die die Wand „versiegelt“, sprich dafür sorgt, dass vom Untergrund weniger Wasser aufgenommen wird. Dadurch trocknet der Putz nicht zu schnell ab. Ganz glatte Betonoberflächen hingegen brauchen einen so genannten Haftvermittler, der das „runterrutschen“ verhindert. Bei Gipskarton oder bereits verputzten Wänden schließlich benötigen Sie Haftgrundierungen, die diese stark saugenden Materialien „bremsen“, da sich der aufgebrachte Putz ansonsten innerhalb kürzester Zeit wieder löst. Sie können sich die Arbeit mit Schnellputzleisten erleichtern. Diese in einem Abstand von etwa 80 Zentimetern an die Wand bringen und mit der Wasserwaage ausrichten.

Zweiter Schritt: Mischen Sie nun das Putzpulver nach Gebrauchsanweisung in einem Eimer an und rühren Sie ihn gut um. Am einfachsten geht das mit dem entsprechenden Aufsatz auf Ihrer Bohrmaschine. Die Masse muss unbedingt klumpenfrei sein!

Dritter Schritt: Tragen Sie nun den Putz batzenweise mit einer Kelle auf die Glättkelle auf, halten Sie diese schräg an die Wand und tragen Sie den Putz vorsichtig von unten nach oben auf die Wand auf. Glätten müssen Sie erst später. Die Bereiche zwischen den Putzleisten werden mit der Kartätsche abgezogen.

Vierter Schritt: Nun geht’s ans Strukturieren: Sobald der Putz abbindet, beginnt die Arbeit mit dem Kartätscher. Führen Sie dafür das Reibebrett mit sanftem Druck über die Wand. Dadurch wird die Putzkörnung gerollt und hinterlässt die typischen Vertiefungen im Putz. Je nachdem, welche Struktur Sie möchten, können Sie das Brett in Kreisen, vertikal, horizontal oder diagonal bewegen.

Fünfter Schritt: Ist die Wand fertig bearbeitet, alle Kreppbänder entfernen, noch bevor der Putz ausgehärtet ist. Das ist besonders wichtig, weil der noch weiche Putz sich leicht ablöst und das Klebeband so exakt die gewünschte Linie hinterlässt.

Putzschäden reparieren

Geht es nur darum, schadhafte Putzstellen an der Wand wieder in Ordnung zu bringen, gehen Sie wie folgt vor: Zuerst wird die betroffene Stelle großzügig ausgemeißelt und alle losen Teile entfernt. Schneiden Sie das Armierungsgewebe auf die nötige Größe zu. Dann wird die Stelle gründlich abgekehrt und angefeuchtet. Tragen Sie nun eine Schicht Putz grob auf und legen Sie das Gewebe in den feuchten Putz ein. Nun noch einmal drüberverputzen und abtrocknen lassen.


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Datum: 23.02.2016

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