Vinylboden: Der Topstar in Naturoptik

Schöne Optik, hohe Strapazierfähigkeit und einfach zum Verlegen – Vinylboden ist der neue Star in der Bodenbranche. Größtenteils ist er das zu Recht. Wir zeigen Ihnen, welche Vorteile er bietet und klären über sein größtes Manko auf.

Ein guter Boden ist essentiell im Wohnbereich. Zum einen ist er tagtäglich starken Belastungen ausgesetzt, zum anderen gibt er den Räumen einen ganz eigenen Charakter, der mit dem restlichen Interieur harmonieren sollte. Die richtige – und wohlüberlegte – Wahl diesbezüglich ist also weitreichend und enorm wichtig.

Eine beliebte und gute Möglichkeit bietet der Vinylboden. Er ist recht günstig in der Anschaffung, sehr strapazierfähig und leicht zu reinigen. Und das Beste: optisch gibt es ihn in unglaublich vielen Ausführungen.

Täuschend echte Naturoptik

Wem bisher Parkett zu teuer war, der griff für das gewünschte Holzambiente auf den günstigeren Laminat zurück. Der Vinylboden könnte als die luxuriöse Laminatvariante durchgehen: Durch seine spezielle Oberflächenprägung bekommt der Boden zusätzlich eine Haptik, die der natürlichen Holzmaserung entspricht. Dadurch kommt der Vinylboden sowohl beim barfuß begehen, als auch in seinem Erscheinungsbild - besonders bei natürlichem Lichteinfall durch die besondere Lichtbrechung - seinem natürlichen Pendant Holz unglaublich nahe. Übrigens: Im Gegensatz zu Parkett gilt Vinyl als lichtecht und bleicht daher weniger aus.

TILO © TILO

Neben der großen Auswahl an imitierten Holzarten, bieten die Hersteller auch viele Steinvarianten an. Eine gute Alternative, wenn bei Ihnen keine Fußbodenheizung vorhanden ist und kalte Steinfliesen nicht Ihr Ding sind.

Angenehm zum Gehen

Nicht nur der geprägten Strukturoberfläche wegen fühlt sich das Gehen auf einem Vinylboden angenehm an. Das Material an sich ist fußwarm, gelenkschonend und geräuschabsorbierend. Eine zusätzliche Schalldämmung ist meist nicht nötig. Preislich liegt der Quadratmeter zwischen 20 und 40 Euro. Also etwas teurer als Laminat, aber noch deutlich günstiger als Parkett. Durch eine Klick-Technik wird das Verlegen zum Kinderspiel und ist auch im Do-it-yourself Verfahren machbar. Der Vinylboden selbst kann schwimmend verlegt oder mit dem Estrich verklebt werden.

Einziger Haken: Der Untergrund muss absolut eben sein, da die Klick-Paneele sehr dünn sind. Ebenfalls besondere Aufmerksamkeit verlangen Feuchträume. Dort müssen die Zwischenräume sehr gut versiegelt sein (Silikon!), damit es zu keinem Wasserschaden kommt. Hier übrigens immer besser mit einem wasserfesten Kleber arbeiten.

Einziges Manko des Tausendsassas

Ein deutlicher Nachteil, den der Vinylboden im Gegensatz zu natürlichen Materialien hat, ist die fehlende Möglichkeit, diesen Boden zu renovieren. Mit etwas Geschick können aber einzelne Paneele ausgetauscht werden. Am besten sollten Sie hier einen Profi beauftragen.

Mittlerweile bestehen zwar viele Vinylböden aus 100 % recyclebaren Materialien, doch die letztmögliche Entsorgung heißt Verbrennen. Absolut umweltneutral ist dies bei Kunststoffen natürlich nicht. Es versteht sich von selbst, dass Sie den Abfall zu einer entsprechenden Anlage bringen müssen!


AutorIn:

Datum: 22.06.2016

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  • Veronika schrieb am 01.08.2016 14:35:58

    Hallo!

    Ein Vinylboden ist schon etwas feines!
    Mein Mann und ich hatten lange mit der Entscheidung zu kämpfen ob Laminat oder Vinyl. Letztlich entschieden wir uns für den Vinylboden. Das Ergebnis lässt sich sehen.
    Unsere Böden haben wir bei König Heinrich (http://www.koenig-heinrich.at) verlegen lassen.

    Jetzt sind wir auf derr Suche nach ein paar tollen Teppichen!

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