Ausmalen: Wie viele Eimer Farbe braucht es?

Es wird gemalert! Damit Sie aber nicht mitten im Arbeitsprozess plötzlich "am Trockenen sitzen" oder die teure Farbe kübelweise übrig bleibt, sollten Sie vor dem Kauf den Taschenrechner zücken.

 

Auch wenn Sie kein Malermeister und kein Rechengenie sind, der Materialbedarf für Ihr Ausmalprojekt lässt sich ganz einfach berechnen. Messen Sie zuerst die betreffende Fläche aus. Dafür nehmen Sie die Länge bzw. Höhe mal der Breite und multiplizeren das dann mit dem Verbrauch pro Quadratmeter, der auf dem Farbeimer vermerkt ist. Rechnen Sie dann noch etwa 10 % für die Fenster- und Türlaibungen hinzu.

Pauschal sollten noch rund 20 % Mehrverbrauch addiert werden, immerhin kann es passieren, dass mal ein Eimer umkippt oder man zweimal über eine Stelle muss.

Rechenbeispiel
4 m x 3m = 12 m²
12 m² x 140 ml/m² = 1680 ml
1,68 Liter + 10 % + pauschal = rund 2 Liter Farbe

Untergrund muss vorbereitet werden

Nicht nur, dass der schlussendliche Materialverbrauch auch vom jeweiligen Untergrund abhängt (glatte Flächen benötigen weniger Farbe als etwa eine Rauhfasertapete!), sollte die Wand vor dem Streichen vorbereitet werden.Der Untergrund muss tragfähig, sauber und eben sein. Nicht tragfähig sind z. B. Wände mit Putzrissen, nicht grundierter Gasbeton oder kreidende oder abplatzende Anstriche.

Achtung bei der Materialwahl

Die Verwendung lösemittelhaltiger Anstriche auf einem nicht lösemittelhaltigem Untergrund führt dazu, dass der zuvor noch tragfähige Untergrund nicht mehr tragfähig ist und die Farbe abplatzt. Genauso verhält es sich mit Dispersionsanstrich, der daher niemals über einen Leimfarbenanstrich aufgetragen werden darf! Die untere Schicht wird sonst angelöst und platzt spätestens beim Zweitanstrich auf.

Im umgekehrten Fall - Leimfarbe auf Dispersion - treten keine Probleme auf. Am besten ist es jedoch, bei dem Anstrich zu bleiben, der schon aufgetragen wurde, es sei denn, dieser ist nicht mehr tragfähig. In diesem Fall muss der Anstrich ohnedies entfernt werden.

Anstrich korrekt entfernen

Nicht mehr tragfähige Kalk- und Zementfarben werden abgewaschen oder abgeschert, während Lacke erwärmt oder angeschmolzen (abgebrannt) werden. Trockenes Abschleifen oder Abbürsten sollten Sie übrigens nur auf kleinen Flächen anwenden.


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Datum: 01.02.2017

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