Außenputz - Verputze und Anstrichfarben für draußen

Der Außenputz schützt die Wände den Witterungseinflüssen, muss wetterbeständig sein und darf keine Feuchtigkeit an die Wand weitergeben. Außenputze werden zweilagig (Unterputz und Oberputz) ausgeführt.

Der Außenputz schützt die Wände vor den Witterungseinflüssen und muss primär wetterbeständig sein. Der Putz darf keine Feuchtigkeit an die Wand weitergeben. Außenputze mit Gips sind nicht zulässig. Außenputze werden zweilagig (Unterputz, Oberputz) ausgeführt. Entsprechend der Untergrundbeschaffenheit muss gegebenenfalls ein Vorspritzer angebracht werden.

Ausführung

Werden verschiedene Putzarten oder Färbungen innerhalb zusammenhängender Putzflächen verwendet so wird dies als Erschwernis verrechnet. Stoßen diese Flächen aber nicht direkt aneinander bzw. sind sie z.B. durch Nuten, Faschen, Profile etc. getrennt, entfällt die Erschwernis für diese Flächen.

Unterputz

Unterputze haben müssen eine Mindestdicke von 1,5 cm ( 4 cm bei Wärmedämmputz) haben. Bei Mantelbetonwänden und Wänden mit ähnlicher Oberfläche werden zusätzlich Putzarmierungen z.B. aus Textilglasgitter eingelegt.

Als Putzarten werden verwendet:

  • Kalkzementputze mit und ohne Leichtstoffzuschlag
  • Zementputze in Sockel- und Kellerbereichen, zur Erhöhung ihrer Dichtheit werden sie zusätzlich zugestoßen und für das Aufbringen von Beschichtungen und Abdichtungen abgezogen (geglättet).
  • Wärmedämmputze mit Leichtzuschlag aus Perlite, da sich bei maschineller Verarbeitung der Wärmedämmwert verringern und sich so die Gefahr der Rissbildung erhöhen.
  • Wärmedämmputze mit Leichtzuschlag aus EPS-Granulat, Putzdicke

Oberputz

Die Oberputze müssen auf den Unterputz abgestimmt sein. Spritzputze sind z.B. auf Wärmedämmputzen und Leichtgrundputzen nicht geeignet.

Auf dem Unterputz werden folgende Putzarten aufgebracht:

  • Kalkzementputz mit der Mindestdicke 5 mm, fein verriebene Oberfläche mit Natur-Feinputzsand
  • Kalkzementputz mit der Mindestdicke 5 mm, wobei die Oberfläche gerieben-oder gekratzt, bestehend aus Dolomit-, Quarz- oder Marmorsand, naturbelassen oder eingefärbt
  • Fertigmörtelputz auf mineralischer Basis, als Reibputz feinkörnig (Größtkorn 2 mm), mittelkörnig (Größtkorn 3 mm) und als Kratzputz (Größtkorn 5 mm)
  • Fertigmörtelputz auf Kunstharzbasis (Kunstharzputze) sind Putze mit Zuschlag aus Kunstharzdispersion zur Erhöhung der Widerstandsfestigkeit. Kann auch ohne Unterputz mit einer Grundierung aufgebracht werden
  • Silikatputze sind vorgemischte mineralische Edelputze, benötigen einen Silikatuntergrund
  • Zementputz
  • Bei bestehenden Wänden, wo die Gefahr besteht, dass mit der Feuchtigkeit auch Salze austreten können werden Sanierputze verwendet. Sanierputze sind mineralische Putze, die in der Lage sind, diese in der Feuchtigkeit enthaltenen Salze innerhalb des Putzes abzulagern und nur die Feuchtigkeit nach außen weiterzuleiten ohne dass der Putz beschädigt wird

Putzoberflächen

Die Oberputze können beim Aufbringen, während dem Aushärten oder aber auch nach dem Aushärten oberflächenmäßig behandelt werden.

  • Glatte Putzoberflächen sind geeignet für das Aufbringen von Beschichtungen und Anstrichen, erhöhte Gefahr von Rissbildung, geringe Schmutzablagerung
  • Bei der geriebene Putzoberflächen (Reibputz) wird verrieben, wobei die Oberflächenstruktur abhängig ist von der Körnung der Zuschlagstoffe ist
  • Bei der Kellenputzoberfläche wird der Putz wird mit der Kelle an die Wand geworfen
  • Gekratzte Oberflächen (Kratzputz) entstehen durch behandeln der erhärteten Putzoberfläche mit einer Kratzbürste
  • Bei gewaschene Oberflächen (Waschputz) wird im noch nicht erhärtenden Zustand der Feinanteil der Oberfläche ausgewaschen, sodass wie bei Waschbetonplatten die Körnung sichtbar wird.
  • Steinputz wird nach dem Aushärten der Putz steinmetzartig behandelt.
 


Autor:

Datum: 20.08.2009

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Fassade

Je nach Schindelart überdauert eine unbehandelte Schindelfassade ohne jegliche Pflege bis zu 100 Jahren. Nicht nur deshalb sind Holzschindeln im Fassadenbereich eine interessante Alternative.

Mangelhafte Dämmung hat oft hohe Heizkosten, unbehagliches Raumklima und sogar Schimmelbildung zur Folge. Eine Sanierung der selbigen ist also empfohlen, um das Gebäude energieeffizienter zu machen. Aber: Oft sind die Problemquellen nicht sichtbar – eine Thermografie wird nötig!

StoLotusan – das ist Sauberkeit für die Fassade auf natürlicher Basis. Seit 1999 besteht StoColor Lotusan erfolgreich auf dem Markt, auf über 45 Millionen Quadratmetern Fläche wirkt die Lotus-Effect®-Technologie bereits.

Gute Dämmung ist energiesparend, umweltschonend und dringend notwendig. Doch damit außen kein Schimmel ansetzt, werden Gifte in den Putz gemischt. Das birgt Gefahren für Mensch und Tier.

Wenn Sie durch die Straßen von Neubaugebieten schlendern, um sich für den Bau Ihres Eigenheimes inspirieren zu lassen, merken Sie schnell: Wesentliche Unterschiede gibt es nur selten.

Eine dauerhaft schöne Fassade – das ist der Wunsch jedes Hausbesitzers. Der einzigartige, neue Baumit Nanopor mit photokat macht das jetzt möglich. Mit seiner neuen Technologie - der Photokatalyse - bekämpft er Verschmutzungen mit der Kraft des Lichtes.

Vorgehängte hinterlüftete Fassaden haben geringere Unterhalts- und Folgekosten als konventionelle Systeme. Die Realisierung von Niedrigenergie- und Passivhaus-Standards ist ebenso möglich wie Photovoltaik-Paneele oder Warmwasser-Flachkollektoren.

Der 4. Österreichische Bauschadensbericht widmet sich Wärmedämmverbund- und Putzfassaden: Das Bummerl bekommen die Arbeiter aufgrund der mangelhaften Ausführung zugeschoben. Diese kontern jedoch: zu viel Zeitdruck.