Holzschindeln fürs Dach

Holz auf dem Dach hat eine lange Tradition. Doch auch heute noch spielen Holzschindeln eine wichtige Rolle als Dachbelag. Erfahren Sie hier mehr zur Herstellung, Verarbeitung sowie den Vorteilen dieses Baumaterials.

Holzschindeln genügen hohen ästhetischen Ansprüchen und fügen sich harmonisch in die Landschaft ein. Als vielseitiger Baustoff werden Holzschindeln im traditionellen Bereich, wie auch in der modernen Architektur, nach wie vor gerne eingesetzt.

Kleiner Blick in die Geschichte

Sämtliche waldreichen Gebiete der Erde kennen die Holzschindel. Da es keine Nägel gab, wurden die Schindeln nur aufgelegt und mit Stangen und Steinen beschwert. Die im Alpenraum heute noch bekannte Legschindel dürfte die älteste Schindelform sein. Sie wurde ausschließlich von Hand gespalten, eine Technik, die auch nach Erfindung der Säge beibehalten wurde. Erst als das Holz zum Wirtschaftsgut wurde und die Industrialisierung einsetzte, kam es zu einer langsamen Verdrängung der Holzschindel als Dach- und Fassadenbaustoff.

Welches Holz wird verwendet?

Bei der Wahl der Holzart sind gute Spaltbarkeit, pilzwidrige Inhaltsstoffe und Feinjährigkeit die wichtigsten Kriterien. Holzschindeln werden hauptsächlich aus der Eiche, Lärche, Fichte, Buche, Western Red Cedar und Yellow Cedar (Zeder) hergestellt. Im Alpenraum haben gespaltene Lärchenschindeln den höchsten Stellenwert, da die Lärche aufgrund ihrer günstigen technischen Eigenschaften und ihrer Inhaltsstoffe besonders widerstandsfähig und witterungsresistent ist.

Schindelmacher bearbeiten das Holz wie schon Generationen vor ihnen mit Spaltbeil und Reifmesser. Zum Teil werden sie von Maschinen unterstützt. Jede Schindel wird einzeln vom Block abgespalten, keilig geschnitzt und je nach Schindelart mit einer Fase versehen. Die üblichen Schindelformen und Abmessungen sowie die Qualitätsansprüche sind in der DIN 68119 beschrieben.


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Datum: 15.09.2016

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