Dämmstoffe und ihre Eigenschaften

Wärmedämmstoffe weisen geringe Dichte, hohe Porosität und geringe Wärmeleitfähigkeit auf. Viele Dämmungen sind vor Feuchte zu schützen, da das Wärmedämmvermögen durch Feuchtigkeitsaufnahme stark beeinträchtigt wird.

Dämmstoffeigenschaften

Wärmedämmstoffe zeichnen sich durch geringe Wärmeleitfähigkeit aus. Dabei werden Stoffe mit geringer Dichte und hoher Porosität (kleine, geschlossene Poren) bevorzugt. Wichtige Dämmstoffeigenschaften sind:

  • geringe Wärmeleitfähigkeit wird in Klein- Lambda angegeben und in W / mK gemessen. Je kleiner der Wert, desto schlechter ist die Wärmeleitfähigkeit eines Stoffes.
  • U- Wert: Dieser Kennwert gibt an, wieviel Energie bei einem Temperaturunterschied von 1 Kelvin (entspricht 1°C) durch ein 1 m² großes Bauteil fließt. Die Einheit wird in W/m²K angegeben. Je kleiner der U- Wert, desto besser ist die Dämmwirkung.
  • Raumgewicht / Dichte
  • Speicherfähigkeit
  • Druck- u. Zugfestigkeit
  • Feuchteeigenschaft
  • Brennbarkeitsklasse
  • Dynamische Steifigkeit zum Schallschutz

Viele Dämmungen sind vor Feuchte zu schützen, da das Wärmedämmvermögen durch Feuchtigkeitsaufnahme stark beeinträchtigt wird.

Ausführungsvielfalt

Wärmedämm-Materialien gibt es in folgende Ausführungen

  • Platten, Matten
  • Bahnenware in Rollen
  • Lose Ware zur Beschüttung
  • Lose Ware in Säcken zum Ausstopfen
  • Sonderkonstruktionen z.B. Bewehrungs-Dämmelemente (Isokörben) zur thermischen Trennung von Betonbauteilen, ohne dabei die Bewehrung zu unterbrechen.

Verlegungstipps

Je nach Einsatzgebiet und Ausführung können Wärmedämmungen z.B. folgendermaßen verlegt werden:

  • Auflegen: die Wärmedämmung wird auf Boden- und Deckenflächen aufgelegt, wobei darauf zu achten ist, dass die Dämmung vollflächig und dicht liegt. Bei unebenen Oberflächen werden Ausgleichsschichten aus z.B. Sand, Splitt, Blähton etc. ausgeschüttet und eben abgezogen. Insbesondere wenn Leitungen auf dem Boden verlegt worden sind, sind diese durch die Ausgleichsschicht voll abzudecken. Bei geneigten Flächen muss die Wärmedämmung gegen Abrutschen zusätzliche z.B. durch Kleben oder Anschrauben gesichert werden.
  • mechanische Befestigung: Befestigung mittels Schrauben oder Nägel an Wänden, Deckenuntersichten usw.
  • Kleben: Wenn der Untergrund geeignet ist , wird die Wärmedämmung häufig geklebt.
  • Einlegen: bei Betonbauteilen kann die Wärmedämmung in die Schalung, bei Trockenbaukonstruktionen in die Tragkonstruktionen rutschsicher eingelegt werden.
  • Ausstopfen: Hohlräume bei Rohrdurchführungen, Fenster- und Türanschlüsse, Zargen etc. werden ausgestopft.

Anwendungsbereiche

Fast jede Stelle eines Hauses kann sinnvoll gedämmt werden.

  • Bodendämmung: bei der Bodendämmung sollten vor allem Dämmstoffe verwendet werden, die durch Feuchtigkeit nicht zerstört werden können
  • Wandinnendämmung: bei der Innendämmung von Wänden können alle gängigen Dämm-Materialien Entsprechend ihrer Eignung eingesetzt werden. Es ist aber aus bauphysikalischen Gründen (Gefahr von Kondensatbildung und Feuchtigkeitsschäden) der Aufbau (z.B. zusätzliche Verwendung von Dampfbremsen und –sperren) der Aufbau genau festzulegen.
  • Rohrdämmung: zum Wärmeverlust z.B. von Warmwasser- oder Heizungsrohren aber auch als Frostschutz von Wasserleitungen werden vornehmlich elastische , die Rohre umhüllende Dämm-Materialien wie z.B. Glaswolle, Schafwolle, Steinwolle, Schaumstoffe usw. verwendet.

Autor:

Datum: 29.03.2010

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