Drainage verlegen und das Haus vor Hangwasser schützen

Eine Drainage verlegt man, um Wasser von einer Stelle abzuleiten. Besonders bei auftretendem Hangwasser muss gehandelt werden.

Was ist Hangwasser?

Wasserströme werden meist parallel zur Oberfläche geführt. Schneidet man so einen Hang durch eine Mauer oder durch ein Bauwerk an, so sammelt sich das Wasser und kann das Erdreich verflüssigen. Eine Drainage gegen Hangwasser wird so angelegt, dass sie an der Hangseite und seitwärts das anfallende Wasser vom Bauwerk ablenkt.

Anlage der Drainage

Zu einer Drainage gehören: Drainageleitung, Filter und Sickerschicht, dazu eine Schutzschicht, die die Abdichtungsschicht vor mechanischer Beschädigung schützt. Die Drainagerohre aus Kunststoff, Beton oder Ton, in die das Wasser durch Schlitze eindringen kann, liegen neben dem Fundament. Vom Hochpunkt führt die Drainageleitung mit einem Gefälle von mehr als 0,5 % rund um das Gebäude bis zu einem Sickerschacht, einem Vorfluter oder in die Kanalisation. Damit das Wasser zum Drainagerohr kommen kann, ist eine Sickerschicht notwendig, die nicht zugeschlämmt werden kann.

Die Filter- und Sickerschicht kann mit Kiessand aufgefüllt werden. Damit die Abdichtung der Wand nicht beschädigt wird, kann man eine Schutzschicht aus Drainageelementen (Sickersteine) oder Dämmplatten mit hinterschnittenen Rillen bzw. Bitumenwellplatten oder ähnliches verwenden. Die Wand soll austrocknen können. Unter der Kellersohle oder Bodenplatte gehört eine Kiesschüttung, die man auf einer Sandbettung anordnen kann.


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Datum: 26.08.2009

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