Der Fertigkeller

Die Vorfertigung hat nun im Kellerbau seinen Einzug gehalten. Wand- und Deckenelemente werden im Werk in Einzelteilen vorgefertigt. Es ist möglich, die verschiedensten Grundrisslösungen zu produzieren und die Einzelteile werden auf der Baustelle montiert.

Öffnungen beim Fertigkeller für Türen und Fenster mit fix eingebauten Fenstern bzw. Türzargen stellen kein Problem dar.

Die Wandelemente werden mittels eines Spezialkranes auf das Fundament gesetzt, ausgerichtet und mittels Stützen gehalten. Fixpreis und Fixtermin sowie eine kurze Bauzeit und die Möglichkeit rascher weiterbauen zu können, sind die Vorteile eines Fertigkellers.

Kamine, Stiegen und sonstige Aussparungen können exakt lt. Plan berücksichtigt werden. Fertigstiegen runden das Erzeugerprogramm ab und sind sofort nach dem Versetzen begehbar. Fertigstiegen haben auch noch den Vorteil hoher Maßgenauigkeit.

Die Kellerwände bestehen aus vorgefertigten Doppelwand-Elementen, wobei nur mehr der Hohlraum mit Beton ausgegossen werden muss (Wandstärken von 20, 24, 30 und 36 cm sind möglich). Die fertigen Deckenelemente in einer Stärke von ca. 5 cm werden entweder an den Wandschalen oder auf einer Unterstützung aufgelegt, ca. alle 1,50-1,80 m. (Unterschiede bei den einzelnen Herstellern möglich).

Bei den Deckenelementen ist die statisch wirksame Bewehrung inkludiert, es braucht nur mehr eine obere Bewehrung auf der Baustelle, meist in Form von Matten, dazugelegt werden. Decke und Wand können in einem Arbeitsgang betoniert werden. Die Stoßfugen der einzelnen Elemente sind mit geeigneten Mitteln zu verschließen. Unter besonderen Bedingungen können solche Keller auch im Grundwasserbereich eingesetzt werden.

Die Montagezeit für Wände und Decken eines Fertigkellers für ein Einfamilienhaus inkl. Betonarbeiten beträgt ca. einen Arbeitstag.


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Datum: 12.03.2014

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