Flachdachaufbau - auch als Systemaufbau angeboten

Die einzelnen Materialien für den Flachdachaufbau werden von namhaften Herstellern abgestimmt als Systemaufbau angeboten. Es sollten unbedingt nur Materialien eines Systems gemeinsam verwendet und genau nach Herstellervorschrift verarbeitet werden.

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Die einzelnen Materialien für den Flachdachaufbau werden von namhaften Herstellern abgestimmt als Systemaufbau angeboten. Es sollten unbedingt nur Materialien eines Systems gemeinsam verwendet und genau nach Herstellervorschrift verarbeitet werden.

Ausgleichsschichtentrennlagen

Eine Trennlage besteht üblicherweise aus einer PE-Folie mit Schutzvlies. Sie wird zwischen die Dachhaut und die darüber befindliche Kiesschicht gelegt. Falls es im Winter zur Vereisung der Kiesschicht kommt, sorgt die Trennlage dafür, daß keine kraftschlüssige Verbindung zur Dachhaut entsteht. Andernfalls könnten die Schubwirkungen den Dachaufbau schädigen.

Dampfsperrschichten

Eine Dampfsperrschicht besteht üblicherweise aus einer bituminösen Abdichtungsbahn mit Metalleinlage. Sie wird auf den Gefällebeton im Flämmverfahren aufgebracht (Überlappung der Bahnen 8-10 cm). Sie verhindert, daß Wasserdampf in die Wärmedämmung dringt, dort kondensiert und Bauschäden hervorruft. Ihre Sperrwirkung muß größer als jene der Dachhaut sein.

Wärmedämmschichten

Je nach Dachart und auftretender Belastung werden üblicherweise z.B: folgende Materialien verwendet:

  • Kaschierte Polyurethanplatten: Verwendung vorwiegend für Warmdachaufbauten
  • Schaumglasplatten: Verwendung vorwiegend für Dachaufbauten die hohen Belastungen ausgesetzt sind.
  • Blockgeschäumte Polystyrole: Verwendung vorwiegend für Kaltdachaufbauten
  • Mineralfaserdämmplatten: Verwendung vorwiegend für Warmdachaufbauten


Dachhaut

Ein Beispiel für eine 2-lagige Dachhaut auf bituminöser Basis wäre:
Die Abdichtung hat üblicherweise aus mindestens zwei Lagen Dach- und Abdichtungsbahnen mit einer gesamten Stärke von nicht unter 7 mm zu bestehen.

Die obere Lage muß aus einer Polymerbitumenabdichtungsbahn mit Kunstoffvlieseinlage bestehen. Die untere Lage muß eine Glasgewebeeinlage enthalten. Obwohl dies nicht vorgeschrieben ist, sollte auch die untere Lage aus Polymerbitumen bestehen. So kommen in beiden Lagen die Vorteile des hochwertigen Polymerbitumen zur Geltung. Beide Lagen werden im Flämmverfahren aufgebracht, dabei ist eine Überlappung der Bahnen von 10 cm erforderlich. Beide Lagen sind außerdem stoß- und nahtversetzt zu verlegen.

Weiters sind auch folgende Dachhaut-Ausführungen gebräuchlich:

  • Einlagige Kunststoff-Abdichtungen
  • Verbundsysteme aus Wärmedämmplatten mit aufkaschierter Dachhaut


Oberflächenschutz - Filterschichten

Der Oberflächenschutz hat auch ev. die Funktion eines Gehbelages, ist primär aber als

  • Sturmsicherung des Dachaufbaues (gegen Sogkräfte, Abheben)
  • als Brandschutz
  • als UV-Schutz (auch gegen verspröden des Dachaufbaues)
  • Schutz gegen mechanische Beschädigungen
  • usw. erforderlich.


Dies geschieht bei Flachdächern welche nicht für Begehung vorgesehenen sind z.B. durch das Aufbringen einer mindestens 5 cm starken Kiesschicht. Unter dieser Kiesschicht wird eine Filterschicht z.B. ein Vlies, aufgelegt, welches dafür sorgt, dass keine Feinteile in die wasserabführende Ebene dringen und diese verstopfen.

Auf Terrassenflächen können z.B. auch aufgeständerten Platten die Schutzfunktion des Kieses übernehmen die. Auch in diesem Fall ist eine Filterschicht erforderlich. Bei der Ausbildung des Aufbaues als Gründach ist zusätzlich eine Schutzschichte gegen “Durch-Wurzelung” einzubauen. Dies sind z.B. Spezialbahnen mit Kupfereinlage.

 


Autor:

Datum: 29.03.2010

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